Wie lange dauert es, bis ein Bußgeldbescheid im Briefkasten landet?

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeld‌bescheid?

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Wichtige Informationen rund um die Zustellung des Bußgeldbescheides

Es ist schwer genau einzuschätzen, wie lange es dauert, bis ein Bußgeldbescheid nach dem Blitzen dem Verkehrssünder zugestellt wird.

Es ist schwer genau einzuschätzen, wie lange es dauert, bis ein Bußgeldbescheid nach dem Blitzen dem Verkehrssünder zugestellt wird.

„Das Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann.“ Die Feststellung des französischen Lyrikers François Prudhomme bejahen viele Verkehrssünder aus tiefem Herzen.

In dem Wissen, einen Verkehrsverstoß begangen zu haben, beäugen viele in den darauffolgenden Wochen ängstlich den Inhalt ihres Briefkastens auf der Suche nach einem amtlichen Bußgeldbescheid, welcher sie für den Verstoß zur Rechenschaft zieht.

Doch wie lange dauert es, bis ein Bußgeldbescheid kommt? Und ab wann wird das Warten durch die Verjährung des Bußgeldbescheides belohnt?

Schreckgespenst Bußgeldbescheid: Die Dauer der Zustellung ist begrenzt

Im Regelfall dauert die Zustellung eines Bußgeldbescheides mindestens zwei Wochen. Doch auch nach Ablauf der 14 Tage sollten Betroffene nicht zu schnell aufatmen: Ganze drei Monate haben die Behörden Zeit, Schritte gegen den Schuldigen einzuleiten und einen Bußgeldbescheid zu versenden.

Nach Ablauf dieses Zeitraums ohne Reaktion der Bußgeldstelle ist der Bußgeldbescheid in der Regel verjährt. Dies geht aus § 26 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) hervor:

Die Frist der Verfolgungsverjährung beträgt bei Ordnungswidrigkeiten nach […] drei Monate, solange wegen der Handlung weder ein Bußgeldbescheid ergangen noch öffentliche Klage erhoben ist

Allerdings kann die Verjährung beim Bußgeldbescheid auch einmal unterbrochen und gewissermaßen neugestartet werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn dem Betroffenen zunächst ein Anhörungsbogen zugesandt wird oder gewisse Ermittlungsschritte zur Feststellung des Täters unternommen werden.

Wie lange es dauert, bis ein Bußgeldbescheid zugestellt wird, hängt also auch davon ab, ob dessen Verjährung unterbrochen wurde. Sechs Monate nach dem Verstoß sind Verkehrssünder jedoch sicher aus dem Schneider.

Wie lange darf ein Bußgeldbescheid dauern? Ausstellung vs. Zustellung

Wie lange es dauert bis ein Blitzerbescheid eintrifft, hängt von vielen Faktoren ab.

Wie lange es dauert bis ein Blitzerbescheid eintrifft, hängt von vielen Faktoren ab.

Bei der Frage „Wie lange dauert es, bis der Bußgeldbescheid kommt?“ sehen die meisten Fragesteller jenes Datum als relevant an, in welchem der Bescheid in ihrem Briefkasten landet.

Rechtlich relevant ist beim Bußgeldbescheid jedoch nicht die Zustellung, sondern der Zeitpunkt der Erstellung.

Es ist also durchaus möglich, dass die Zustellung vom Bußgeldbescheid einige Tage nach Ablauf der Dreimonatsfrist erfolgt. Liegt das Erstellungsdatum des Bescheids vor dem Stichtag, ist ein Einspruch wegen Verjährung nicht erfolgsversprechend.

Erst wenn mehr als zwei Wochen zwischen der Ausstellung des Dokuments und dessen Zustellung liegen, wird das Datum des Erhalts relevant. Das bedeutet, dass Sie drei Monate und zwei Wochen nach dem Verkehrsverstoß von einer Verjährung des Bußgeldbescheids ausgehen können.

Auch wenn bei einem Bußgeldbescheid die Zustellungsdauer gemäß StVG nicht überschritten wurde, kann sich ein Einspruch lohnen. Prüfen Sie genau, ob der Bußgeldbescheid Fehler enthält. Im Zweifelsfalle lohnt sich die Zuhilfenahme eines Anwalts.

Fazit: Die Dauer bis zur Zustellung von einem Bußgeldbescheid je nach Situation

Ein Spiel auf Zeit - doch nicht auf Dauer: Ein Bußgeldbescheid muss innerhalb einer Frist eintreffen.

Ein Spiel auf Zeit – doch nicht auf Dauer: Ein Bußgeldbescheid muss innerhalb einer Frist eintreffen.

Kurz und bündig zusammengefasst: Die Frage “Wie lange dauert es, bis ein Bußgeldbescheid zugestellt werden muss?” kann wie folgt beantwortet werden:

  • 3 Monate und 9 Werktage nach Verstoß – sofern die Verfolgungsverjährung nicht unterbrochen wurde
  • 3 Monate und 9 Werktage nach Erstellung des Anhörungbogens – maximal sechs Monate und neun Werktage nach dem Verstoß

Bei Straftaten im Straßenverkehr – etwa für Autofahrer mit mehr als 1,1 Promille im Blut – gelten jedoch deutlich längere Fristen.

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