MPU-Verjährung: Wann gibt es den Führerschein ohne MPU zurück?

Gibt es eine Verjährungsfrist bei der MPU?

Wann verjährt die MPU?

Wann verjährt die MPU?

Der Entzug der Fahrerlaubnis stellt für jeden Kraftfahrer ein einschneidendes Ereignis dar. Die individuelle Mobilität wird enorm eingeschränkt und alltägliche Wege werden zur Hürde.

Es ist daher verständlich, dass Betroffene schnellstmöglich wieder in den Besitz des Führerscheins gelangen wollen.

Nach Absolvieren der Sperrfrist von mindestens sechs Monaten bis maximal fünf Jahre können sie daher einen Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen. Auf dem Weg zurück zum Führerschein kann aber noch eine weitere Hürde warten – die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU).

Es gibt verschiedene Gründe, warum Betroffene zur MPU müssen. In der Regel ist dies der Fall, wenn er acht Zähler auf dem Flensburger Punktekonto angesammelt hat oder wenn die Fahrerlaubnis aufgrund von Drogen oder Alkohol entzogen worden ist.

Eine MPU wird angeordnet bei:

  • Acht Punkten in Flensburg
  • Drogendelikten
  • Alkoholismus, beharrlichen Alkoholverstößen, Alkoholfahrt über 1,6 Promille (in einigen Bundesländer bereits ab 1,1 Promille)
  • Zweifeln an der Fahreignung (physische bzw. psychische Mängel)

Eigentlich gibt es für den MPU-Test keine Verjährung. Wurde dieser angeordnet, gibt es den Führerschein in der Regel nur mit einem positiven Gutachten zurück. Auch wenn die MPU eigentlich nicht verjährt, gibt es eine Möglichkeit, den Führerschein auch ohne MPU zurückzubekommen. Möglich macht dies die sogenannte Tilgungsfrist.

Wann verjährt eine MPU?

Nach der MPU-Verjährung muss oft die Führerscheinprüfung wiederholt werden.

Nach der MPU-Verjährung muss oft die Führerscheinprüfung wiederholt werden.

Das deutsche Recht sieht für die MPU eigentlich keine Verjährungsfrist vor. Vielmehr handelt es sich bei Verjährung der MPU um eine Tilgung der Eintragungen.

Nach § 29 Straßenverkehrsgesetz (StVG) müssen alle Vergehen, welche zum Entzug der Fahrerlaubnis geführt haben, nach 10 Jahren gelöscht bzw. getilgt werden. Eine MPU-Anordnung kann ohne die entsprechenden Eintragungen im Fahreignungsregister nicht aufrechterhalten werden, weshalb diese verfällt.

Es reicht allerdings nicht, einfach zehn Jahre zu warten, denn der Zeitraum bis die MPU-Verjährung erfolgt, kann länger sein. Grund dafür ist, dass die Tilgungsfrist nicht direkt mit dem Entzug der Fahrerlaubnis beginnt. Der Fristbeginn erfolgt allerdings spätestens nach fünf Jahren. Somit kann erst nach 15 Jahren wieder mit dem Auto gefahren werden, ohne dass eine MPU absolviert werden muss. Die MPU-Verjährung beträgt also 15 Jahre.

Voraussetzung für die Verjährung der MPU ist, dass in der Frist keine Verwaltungsakte erfolgen, welche die Tilgungsfrist unterbrechen. Die betroffenen Personen sollten daher weder als Fußgänger noch als Radfahrer Punkte erhalten. Wird ein Antrag auf Neuerteilung zu früh gestellt, verschiebt sich die Tilgungsfrist ebenfalls nach hinten.
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