Fahrverbot wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem PKW

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Geblitzt, gelasert, zu schnell gefahren

Die Geschwindigkeitsüberschreitung ist eines der häufigsten Vergehen im Straßenverkehr.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung ist eines der häufigsten Vergehen im Straßenverkehr.

Geschwindigkeitsüberschreitungen sind wohl die häufigsten Verkehrsvergehen. Täglich geraten Tausende Autofahrer in Radarkontrollen. Wer zu viele km/h auf dem Tacho hat, muss innerhalb der nächsten Wochen mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Trotz guter Ausschilderung neigen viele Kraftfahrer dazu, das Tempolimit zu missachten oder zumindest auszureizen. Vielleicht ist es der Reiz des Verbotenen, die Freude am schnellen Fahren oder schlicht Zeitmangel, letztlich spielt das auch keine Rolle, wer zu schnell ist, wird bestraft.

In Deutschland wird beim Strafmaß der Geschwindigkeitsüberschreitung unterschieden, wo diese stattfindet. Innerorts sind die Strafen gemäß Bußgeldkatalog (Bußgeld, Punkte, Fahrverbot) in der Regel härter als außerhalb.

Die gesetzlich zulässigen Höchstgeschwindigkeiten sind im § 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgeschrieben. Grundsätzlich muss die Geschwindigkeit aber stets so gewählt werden, dass das Fahrzeug vom Fahrzeugführer beherrscht und notfalls schnell zum Stehen gebracht werden kann. Daher sind nicht nur Verkehrszeichen maßgebend für die Geschwindigkeit, sondern auch die Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnisse.

Im § 3 StVO heißt es:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

(2) Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.

(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

(3) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen

  1. innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Kraftfahrzeuge 50 km/h,
  2. außerhalb geschlossener Ortschaften
    a) für
    aa) Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t bis 7,5 t, ausgenommen Personenkraftwagen,
    bb) Personenkraftwagen mit Anhänger,
    cc) Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t mit Anhänger sowie
    dd) Kraftomnibusse, auch mit Gepäckanhänger,
    80 km/h,b) für
    aa) Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t,
    bb) alle Kraftfahrzeuge mit Anhänger, ausgenommen Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t, sowie
    cc)Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen,
    60 km/h,c) für Personenkraftwagen sowie für andere Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 t
    100 km/h.Diese Geschwindigkeitsbeschränkung gilt nicht auf Autobahnen (Zeichen 330.1) sowie auf anderen Straßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Sie gilt ferner nicht auf Straßen, die mindestens zwei durch Fahrstreifenbegrenzung (Zeichen 295) oder durch Leitlinien (Zeichen 340) markierte Fahrstreifen für jede Richtung haben.

(4) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt für Kraftfahrzeuge mit Schneeketten auch unter günstigsten Umständen 50 km/h.

Zur Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn kommt es, wenn Verkehrsschilder ignoriert werden.

Zur Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn kommt es, wenn Verkehrsschilder ignoriert werden.

Demnach gibt es neben der Unterscheidung zwischen innerorts und außerorts auch eine Differenzierung in Fahrzeugklassen. Dies macht auch Sinn, denn bei z. B. einer Geschwindigkeitsüberschreitung mit einem LKW ist die Gefahr eines schweren Unfalls größer. Lastkraftwagen haben in der Regel ein weit höheres Gewicht, wodurch der Bremsweg entsprechend weiter ist als bei einem PKW. Zu beachten ist auch, dass die Höchstgeschwindigkeit nur „unter günstigsten Umständen“ gilt. Bei schlechtem Wetter wären Sie also zu schnell, wenn Sie mit maximal erlaubter Geschwindigkeit unterwegs sind.

Ein Spezialfall ist die Autobahn. Hier gilt nicht die Höchstgeschwindigkeit, die für Fahrten außerorts festgeschrieben ist. Solange auf der Autobahn kein geschwindigkeitsbeschränkendes Schild steht, dürfen Sie in Deutschland so schnell fahren, wie Sie wollen – vorausgesetzt die aktuellen Verhältnisse lassen dies zu. Zur Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn kann es dennoch kommen, wenn Verkehrsschilder ignoriert werden. Insbesondere bei Ausfahrten oder Baustellen fällt es vielen Autofahrern schwer unterhalb des Tempolimits zu bleiben.

Fahrverbot für Wiederholungstäter

Wer beharrlich handelt, muss als Wiederholungstäter mit schweren Strafen rechnen. Wenn Sie innerhalb eines Jahres zweimal mit einer Geschwindigkeit über 26 km/h geblitzt werden, können die Behörden neben der üblichen Strafe auch ein Fahrverbot von einem Monat verhängen. Ist gemäß Bußgeldkatalog bereits ein Fahrverbot für die zweite Tat vorgesehen, wird dieses um einen Monat verlängert.

Geschwindigkeitsübertretung außerorts – ab wann gibt es ein Fahrverbot?

Die Unterscheidung zwischen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften ist für Autofahrer in der Regel unkompliziert. Die Kennzeichnung geschieht mittels Ortseingangs- bzw. Ortsausgangsschild.

Gemäß StVO gilt auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Diese kann von den Behörden an Gefahrenstellen entsprechend abgesenkt werden.
Eine schwere Geschwindigkeitsübertretung wird hart bestraft.

Eine schwere Geschwindigkeitsübertretung wird hart bestraft.

Außerorts gibt es ein Fahrverbot ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 km/h. Diese beträgt einen Monat. Wer über 70 km/h zu viel auf dem Tacho hat, muss drei Monate seinen PKW stehen lassen. Ein Verwarnungsgeld von 10 Euro gibt es bis 10 km/h. Fahren Sie schneller als 20 km/h zu viel, müssen Sie mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Das Bußgeld bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts ist im Bußgeldkatalog mit einem Maximalwert von 600 Euro angegeben. Häufig provozieren Überholmanöver zum schnellen Fahren. Sind die Straßen frei, stellt auch dies für viele Autofahrer eine Einladung zum Aufs-Gas-Treten dar. Neben Bußgeld, Fahrverbot und Punkten als Strafe für die Geschwindigkeitsüberschreitung birgt dies aber noch weitere Risiken. Besonders in Kurven oder an Gefahrenstellen wird nicht selten das eigene fahrerische Können überschätzt. Bei überhöhter Geschwindigkeit birgt dies die Gefahr eines schweren Unfalls. Je höher das Tempo, umso schwerer sind letztlich die Folgen.

Gemessen wird die Geschwindigkeit von der Polizei in der Regel an besonders unfallträchtigen Streckenabschnitten bzw. an Straßen, die ein besonderes Gefährdungspotential bergen. Zum Einsatz kommen die verschiedensten Techniken, die messen, wie schnell Sie gefahren sind. Diese reichen von stationären Blitzern wie den sogenannten “Starenkästen” bis zu den Laserpistolen in der mobilen Geschwindigkeitsmessung. Nicht nur einem Blitzer können Strafen für eine Geschwindigkeitsüberschreitung folgen. Besonders auf Autobahnen werden Geschwindigkeitsmessungen auch durch Nachfahren durchgeführt. Raser werden dabei von Zivilbeamten der Verkehrspolizei mit einem PKW verfolgt. Für die Messung der Geschwindigkeit wird eine spezielle Videotechnik verwendet.

Nicht selten kommt es bei der Geschwindigkeitsmessung zu Fehlern. Ein Anwalt kann Sie beraten, ob in Ihrem Fall ein Einspruch erfolgreich sein könnte. Er kann den Bußgeldbescheid prüfen und falls möglich, das Bußgeld, die Eintragung von Punkten oder ein Fahrverbot abwenden.

Bußgeldkatalog Geschwindigkeit: Außerhalb geschlossener Ortschaften

Tatbestand:
Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts
BußgeldPunkteFahrverbot
bis 10 km/h10 €
11 bis 15 km/h20 €
16 bis 20 km/h30 €
21 bis 25 km/h70 €1 Punkt
26 bis 30 km/h80 €1 Punkt(1 Monat, wenn zweiter Verstoß über 26 km/h innerhalb eines Jahres)
31 bis 40 km/h120 €1 Punkt(1 Monat, wenn zweiter Verstoß über 26 km/h innerhalb eines Jahres)
41 bis 50 km/h160 €2 Punkte1 Monate
51 bis 60 km/h240 €2 Punkte1 Monate
61 bis 70 km/h440 €2 Punkte2 Monate
über 70 km/h600 €2 Punkte3 Monate

Geschwindigkeitsübertretung innerorts: Das Fahrverbot kommt früher

Die Behörden sind bei der Ahnung von Geschwindigkeitsverstößen innerhalb geschlossener Ortschaften um einiges strenger. Dies liegt an der teilweise unübersichtlichen Verkehrssituation und der Verschiedenheit der Verkehrsteilnehmer. Fußgänger und Fahrradfahrer sind innerorts häufiger anzutreffen als außerhalb. Darüber hinaus sind sie vergleichsweise ungeschützt. Kommt es zu einem Zusammenstoß mit einem PKW, sind schwere bis tödliche Verletzungen nicht selten.

Dies ist auch der Grund dafür, dass auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit ein besonderer Wert gelegt wird. Die Kosten für die Geschwindigkeitsüberschreitung sind im Vergleich zu Verstößen außerhalb geschlossener Ortschaften höher. Ein Fahrverbot für erhöhte Geschwindigkeit gibt es bereits, wenn Sie über 30 km/h zu schnell gefahren sind. Ab 60 km/h zu viel müssen Sie eine Mobilitätspause von drei Monaten hinnehmen.

Vorsätzliche Geschwindigkeitsüberschreitung

Fahren Sie mit einer Geschwindigkeit, die näherungsweise doppelt so hoch wie die erlaubte Maximalgeschwindigkeit ist, kann dies als Vorsatz gewertet werden. In diesem Fall kann das Bußgeld verdoppelt werden. Wenn Sie also beispielsweise mit 60 km/h durch eine Tempo 30-Zone fahren, wäre ein erhöhtes Bußgeld für die Geschwindigkeitsübertretung rechtens.

Bußgeldkatalog Geschwindigkeit: Innerhalb geschlossener Ortschaften

Tatbestand:
Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts
BußgeldPunkteFahrverbot
bis 10 km/h15 €
11 bis 15 km/h25 €
16 bis 20 km/h35 €
21 bis 25 km/h80 €1 Punkt
26 bis 30 km/h100 €1 Punkt(1 Monat, wenn zweiter Verstoß über 26 km/h innerhalb eines Jahres)
31 bis 40 km/h160 €2 Punkte1 Monate
41 bis 50 km/h200 €2 Punkte1 Monate
51 bis 60 km/h280 €2 Punkte2 Monate
61 bis 70 km/h480 €2 Punkte3 Monate
über 70 km/h680 €2 Punkte3 Monate

Weitere Tatbestände gemäß Bußgeldkatalog

Es ist eine Geschwindigkeitsüberschreitung, wenn Sie das Tempo nicht den Wetterverhältnissen, z. B. Schnee, Nebel oder Regen, anpassen.

Es ist eine Geschwindigkeitsüberschreitung, wenn Sie das Tempo nicht den Wetterverhältnissen, z. B. Schnee, Nebel oder Regen, anpassen.

Es gibt nicht nur ein Bußgeld für eine erhöhte Geschwindigkeit, auch wer grundlos zu langsam fährt und dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindert, muss mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Dieses ist mit 20 Euro aber vergleichsweise gering bemessen.

Eine Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann es auch geben, ohne dass die Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde. Das kann der Fall sein, wenn das Tempo nicht den örtlichen Gegebenheiten angepasst wird. Insbesondere wenn es zum Unfall kam, ist nicht selten eine unangepasste Geschwindigkeit ursächlich. Besonderes achtsam sollten Verkehrsteilnehmer an Gefahrenstellen wie Bahnübergängen sein oder bei Nebel. Hier gibt es sogar eine gesetzlich festgeschriebene Höchstgeschwindigkeit gemäß § 3 StVO. Beträgt die Sichtweite weniger als 50 Meter, dürfen Sie nicht schneller als 50 km/h fahren. Die Strafe bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung mit schlechter Sicht beträgt 100 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.

Angesichts der teils hohen und unangenehmen Strafen für zu schnelles Fahren gibt es natürlich Bestrebungen, einem Bußgeld oder Fahrverbot zu entgehen. Wer dazu allerdings technische Hilfsmittel wie Blitzer-App oder Radarwarner nutzt, riskiert einen Punkt in Flensburg und 75 Euro Bußgeld. Außerdem können die Behörden die entsprechenden Geräte in Gewahrsam nehmen oder sogar zerstören.

Geld- oder Freiheitsstrafe für illegale Autorennen

Eine ganze Reihe an Geschwindigkeitsverstößen wird bei illegalen Autorennen begangen. Wie gefährlich und unverantwortlich solche Rennen sind, kann leider regelmäßig im Polizeiticker gelesen werden. Immer wieder kommt es vor, dass Beteiligte aber auch Unbeteiligte schwer bis tödlich verletzt werden. Zur Beliebtheit und zum Mythos illegaler Autorennen haben Filme wie „The Fast and the Furious“ beigetragen. Besonders Rennen auf den deutschen Autobahnen sind verlockend.

Kraftfahrer, die an solchen Rennen teilnehmen oder diese veranstalten, drohen eine Freiheits- oder Geldstrafe, der Fahrerlaubnisentzug sowie drei Punkte in Flensburg. Das genaue Strafmaß bestimmt ein Gericht. Dabei wirken sich eine möglich Gefährdung oder ein Personenschaden erschwerend aus.

Bußgeldkatalog Geschwindigkeit: Weitere Tatbestände

Tatbestand:BußgeldPunkteWeitere Konsequenzen
Ohne triftigen Grund zu langsam gefahren und andere Verkehrsteilnehmer behindert20 €
Nichteinhalten der Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigtem Bereich (bis max. 10 km/h zu schnell)20 €
Es kam zum Unfall, weil Tempo nicht angepasst wurde.35 €
Radarwarn- oder Laserstörgerät betrieben oder betriebsbereit mitgeführt75 €1 Punkt(Beschlagnahmung und Vernichtung des Geräts möglich)
Kinder, Hilfsbedürftige und Ältere gefährdet durch zu hohes Tempo, mangelnde Bremsbereitschaft oder ungenügenden Seitenabstand80 €1 Punkt
Geschwindigkeit trotz Bahnübergängen, besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnissen oder bei schlechten Sichtverhältnissen nicht angepasst100 €1 Punkt
... mit Gefährdung120 €1 Punkt
... mit Sachbeschädigung145 €1 Punkt
Teilnahme oder Veranstaltung von einem illegalen Autorennen3 PunkteFreiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug
... mit Gefährdung3 PunkteFreiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug
... mit Personenschaden3 PunkteFreiheitsstrafe von 1 bis zu 10 Jahren; Fahrerlaubnisentzug

Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit

In der Probezeit gelten zwar grundsätzlich dieselben Regeln wie für erfahrene Kraftfahrer, dennoch stehen Führerscheinneulinge in dieser Zeit unter besonderer Beobachtung. Wer zu häufig gegen das Verkehrsrecht verstößt, muss mit teilweise schweren Konsequenzen rechnen. Wer keine Einsicht zeigt, wird seinen Führerschein abgeben müssen.

Verkehrsverstöße werden in der Probezeit in Katalog A bzw. schwerwiegende Verstöße und Katalog B bzw. weniger schwerwiegende Verstöße eingeteilt. Zwei B-Verstöße entsprechen der Schwere von einem A-Verstoß.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit ist gemäß Bußgeldkatalog ein A-Verstoß. Ab 21 km/h zu viel erhalten Fahranfänger neben den regulären Bußen auch Probezeitmaßnahmen. Beim ersten A-Verstoß wird die Probezeit auf vier Jahre verlängert und es muss eine Nachschulung bzw. ein Aufbauseminar besucht werden. Beim zweiten A-Verstoß erhält der Kraftfahrer in der Probezeit eine schriftliche Verwarnung und eine Empfehlung zur Teilnahme an einer freiwilligen verkehrspsychologischen Beratung. Beim dritten A-Verstoß kommt es zum Fahrerlaubnisentzug.

Bußgeldbescheid: Geschwindigkeitsüberschreitung im Ausland

Die Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung ist im Bußgeldkatalog festgeschrieben.

Die Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung ist im Bußgeldkatalog festgeschrieben.

Begehen Sie eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Österreich, müssen Sie auch in Deutschland mit Sanktionen rechnen. Zwischen den EU-Ländern gibt es ein Abkommen, dass es möglich macht, dass Bußgeldbescheide aus dem Ausland ab einer Höhe von 70 Euro (Österreich ab 25 Euro) auch in Deutschland vollstreckt werden können. Es gibt aber Einschränkungen. In Deutschland gilt weitgehend die Fahrerhaftung, in anderen Ländern die Halterhaftung, welche nur in wenigen Ausnahmen in Deutschland vollstreckt werden kann.

Bezahlen müssen Sie einen Bescheid nur dann, wenn Sie ihn auch verstehen können. Der Vorwurf und die Rechtsbelehrung müssen zwingend ins Deutsche übersetzt sein. Ist dies nicht der Fall, können Sie den Bescheid ignorieren. Erhalten Sie beispielsweise einen Bußgeldbescheid für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Frankreich, müssen Sie nicht Ihre verstaubten Französischkenntnisse aus der Schulzeit reaktivieren.

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