Geisterfahrer auf der Autobahn: Der Horror auf der falschen Seite

Warum gibt es Falschfahrer?

Die meisten Kraftfahrer werden wegen schlechter Sicht zum Geisterfahrer.

Die meisten Kraftfahrer werden wegen schlechter Sicht zum Geisterfahrer.

Es ist vermutlich eine der größten Ängste von Kraftfahrern, irgendwann einmal auf einen Geisterfahrer zu treffen. Bei einem Unfall mit einem Falschfahrer werden in der Regel Menschen schwer verletzt oder sogar getötet. Die Gefahr ist sehr groß, wenn ein Auto auf der Autobahn in falscher Richtung unterwegs ist. Besonders dann, wenn der Verkehr sehr dicht ist und ein Ausweichen schwierig.

Autofahrer rechnen im Grunde nicht damit, dass es auf der Autobahn auf einmal Gegenverkehr gibt. Normalerweise ist der Verkehr je Fahrbahn gleichgerichtet. Fahrer sind natürlich überrascht und schockiert, wenn ein Auto die falsche Seite nutzt. Wer dann nicht sofort die Situation erkennt und zu spät reagiert, gerät leicht in einen Unfall mit einem Geisterfahrer. Die hohen Geschwindigkeiten machen einen Unfall auf der Autobahn besonders gefährlich.

Die Motivation der Geisterfahrer

Doch warum kommt es dazu, dass im Verkehrsfunk immer wieder von Geisterfahrern berichtet wird? Häufige Erklärungsmodelle sind Stereotype wie der Suizidgefährdete, der senile Opa oder der betrunkene Jugendliche. Die Realität ist davon häufig sehr verschieden.

Die Polizei hat zwei Erklärungsmodelle. Das sind die unbeabsichtigte und die beabsichtigte bzw. vorsätzliche Geisterfahrt.

Unbeabsichtigte Geisterfahrt

Die Mehrzahl der betroffenen Personen wird unbeabsichtigt zum Falschfahrer. Gedankenvergessen oder aufgrund schlechter Sicht bzw. mangelhafter Ausschilderung nutzen einige Autofahrer schlicht die falsche Auffahrt. In Panik reagieren diese dann unbesonnen und versuchen schnell von der Fahrbahn zu kommen bzw. die nächste Ausfahrt zu erreichen. Auch die Autofahrer, die in der korrekten Richtung unterwegs sind, reagieren häufig im Schock und weichen unkontrolliert aus. Auf diese Weise provoziert ein Geisterfahrer häufig einen Unfall mit mehreren Unfallherden. Besonders auf der Autobahn kann daraus aufgrund der hohen Geschwindigkeiten leicht eine Massenkarambolage entstehen.

Geisterfahrer: Was kann man tun?

Die Geisterfahrt ist im Grunde eine eher seltene Erscheinung im Straßenverkehr. In Deutschland sind Auf- und Abfahrten in der Regel korrekt und eindeutig gekennzeichnet. Sogar Warntafeln wurden aufgestellt, um Falschfahrer auf der Autobahn zu verhindern. Ein vollständiges Verhindern wird es allerdings nicht geben können, wenn jemand durch Augenblicksversagen oder Unachtsamkeit zum Geisterfahrer wird.

Tipps: Wer selbst zum Geisterfahrer wird sollte folgenden vier Regeln befolgen

  1. Ruhe bewahren und niemals wenden!
  2. Stellen Sie das Auto schnellstmöglich am rechten Rand (Überholspur) ab.
  3. Warnblinkanlage vom Auto anschalten, Warndreieck aufstellen und Polizei rufen.
  4. Zwischen den beiden Fahrbahnen hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen.

Gefahr für Leib und Leben: Der Beabsichtigte Geisterfahrer

Wird jemand mit Vorsatz zum Falschfahrer, soll ein Unfall gezielt herbeigeführt werden. In der Regel ist dies beim ausgedehnten Suizid der Fall. Der  Die genaue Motivation ist nur schwer herauszufinden, da solche Geisterfahrten häufig tödlich enden. Diverse Statistiken belegen allerdings, dass der bewusste Geisterfahrer stark in der Minderheit ist.

Welche Strafe bekommen Geisterfahrer?

Für vorsätzliche Falschfahrer ist die Strafe besonders hart.

Für vorsätzliche Falschfahrer ist die Strafe besonders hart.

Nicht selten endet eine Geisterfahrt tödlich für den Fahrer. Kann ein Unfall allerdings verhindert werden, hat das Fahren in die falsche Richtung schwere juristische Konsequenzen. Ein Bußgeld, Punkte in Flensburg oder gar ein Fahrverbot gemäß Bußgeldkatalog reichen in der Regel nicht mehr aus, um einen Geisterfahrer entsprechend zu sanktionieren. Stattdessen müssen Geisterfahrer in Deutschland eine Strafe gemäß § 315c Strafgesetzbuch (StGB) „Gefährdung des Straßenverkehrs“ hinnehmen. Diese wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder einer Strafe in Geld geahndet.

Welches Strafmaß angesetzt wird, richtet sich natürlich nach den Umständen, die den Kraftfahrer zum Geisterfahrer haben werden lassen. Vorsatz führt in der Regel zur Freiheitsstrafe, unbewusste Geisterfahrer, die keinen Unfall provozieren, erhalten lediglich eine Geldbuße. Darüber hinaus müssen Falschfahrer als Strafe den Führerscheinentzug hinnehmen. Dieser kann gemäß § 69 Strafgesetzbuch (StGB) als Maßregel zur Besserung und Sicherung verhängt werden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (32 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.