Führerschein abgeben? Wie und wo können Sie das tun?

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

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Beim Fahrverbot den Führerschein abgeben

Im Bußgeldbescheid steht, wo Sie den Führerschein abgeben müssen.

Im Bußgeldbescheid steht, wo Sie den Führerschein abgeben müssen.

Nun ist es passiert. Sie wurden geblitzt oder sind bei Rot über die Ampel gefahren. Nach einigen Wochen kam der Bußgeldbescheid von der Behörde – Bußgeld, zwei Punkte und Fahrverbot. Der Einspruch war nicht möglich oder wurde abgeschmettert. Das Fahrverbot gilt. Nun geht es um die Abgabe des Führerscheins. So geht es täglich hunderten Menschen in Deutschland. Sie müssen wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit für einen Monat bis drei Monate ihren Führerschein in amtliche Verwahrung geben und dürfen nicht mehr Auto fahren.

Im deutschen Recht gibt es zwei verschiedene Formen des Fahrverbots als Strafe. Das sind das Regelfahrverbot gemäß Bußgeldkatalog und das Fahrverbot als Nebenfolge, welches bei einer Ordnungswidrigkeit gemäß § 25 Straßenverkehrsgesetz (StVG) bzw. einer Straftat nach § 44 Strafgesetzbuch (StGB) verhängt werden kann. Erlangt der Bußgeldbescheid bzw. das Gerichtsurteil Rechtskraft, weil kein Einspruch eingelegt worden ist, kommt es zur Führerscheinabgabe. Ab wann der Lappen abgegeben werden muss, hängt aber von Ihrer Vorgeschichte ab.

Beim Regelfahrverbot infolge einer Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr muss innerhalb von vier Monaten nach Rechtskraft des Bußgeldbescheids der Führerschein abgegeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen Sie weiterhin Auto fahren. Wurde gegen Sie allerdings in den letzten zwei Jahren bereits ein Fahrverbot verhängt, entfällt diese Vier-Monats-Frist. Dann erfolgt die Abgabe vom Führerschein direkt nach der Einspruchsfrist von zwei Wochen. Wo Sie den Führerschein abgeben müssen, entnehmen Sie dem Bußgeldbescheid. In der Regel ist das die Behörde, die auch das Fahrverbot verhängt hat.

Abgabe des Führerscheins bei einem Fahrverbot

Ein Fahrverbot kann eine Dauer von einem bis drei Monate betragen. Die Verhängung erfolgt im Monatsrhythmus. Das Fahrverbot beginnt mit dem Tag, an dem Sie den Führerschein abgeben. Wenn Sie bei einem Fahrverbot von einem Monat beispielsweise den 5. Mai als Termin für die Abgabe vom Führerschein bei der Polizei wählen, erhalten Sie ihn am 4. Juni zurück. Es macht also Sinn, eher kurze Monate zu wählen, denn dann verringert sich auch der Zeitraum, in dem Sie kein Auto fahren dürfen.

Wo muss ich meinen Führerschein abgeben?

Für Betroffene ist es häufig fraglich, wo sie den Führerschein abgeben müssen. Normalerweise ist dies aber auf dem Bußgeldbescheid vermerkt. Wenn es keine abweichenden Angaben gibt, ist die Behörde, welchen den Bescheid erstellt hat, die richtige Adresse. Beim Fahrverbot erfolgt die Führerscheinabgabe in der Regel dort. Sie können dann entscheiden, ob Sie den Postweg wählen oder ob Sie ihn lieber persönlich in amtliche Verwahrung geben möchten.

Sie erhalten nach dem Fahrverbot den Führerschein auch dort zurück, wenn Sie sich für die persönliche Abholung entschieden haben. Wenn gewünscht, können Sie auch postalisch den Führerschein zurück erhalten. Dann versendet ihn die Behörde per Einschreiben und Nachnahme nach Ablauf des Fahrverbots.

Führerscheinabgabe: Wo und wie ist das möglich?

  • Persönlich bei der Behörde, die das Fahrverbot verhängt hat. Eine Adresse finden Sie in der Regel im entsprechenden Schreiben.
  • Postalisch per Einschreiben an die Postadresse der entsprechenden Behörde.
  • Sie können entscheiden, ob Sie den Führerschein nach dem Fahrverbot zugesandt bekommen oder selbst abholen wollen.

Fahrverbot: Wo Sie den Führerschein noch abgeben können

Was ist mit dem Führerschein beim Fahrverbot? Wo abgeben?

Was ist mit dem Führerschein beim Fahrverbot? Wo abgeben?

Nicht immer ist der Gang zur entsprechenden Behörde möglich. Oft fragen sich Betroffene bei einem Fahrverbot, wo sie den Führerschein alternativ abgeben können. Gründe dafür gibt es viele. Beispielsweise könnte die Behörde, die das Verbot anordnet, zu weit entfernt sein, weil die Verkehrsordnungswidrigkeit im Urlaub oder auf Dienstreise begangen wurde. Zwar steht der Postweg stets offen, dies ist aber auch mit Portokosten verbunden. Außerdem kann es sein, dass Betroffene den Führerschein gern selbst abholen und nicht auf den Postboten warten möchten.

Die Abgabe vom Führerschein bei einem Fahrverbot kann auch bei der örtlichen Polizei oder Bußgeldstelle erfolgen. Das ist aber nicht in jedem Bundesland möglich. Zuvor sollten Sie also telefonisch bei der entsprechenden Stelle anfragen, ob sie die amtliche Verwahrung vom Führerschein übernehmen kann. Wichtig ist auch, dass Sie die Öffnungszeiten klären und erfragen, welche Dokumente Sie benötigen.

Welche Dokumente sollten Sie mitbringen?

  • Führerschein
  • Aktenzeichen bzw. Bußgeldbescheid
  • Personalausweis bzw. Reisepass oder Passersatzpapiere für ausländische Staatsangehörige
  • Verlustanzeige, falls der Führerschein verloren gegangen ist

Führerschein weg: Abgabe und Abholung in Berlin

In der Hauptstadt müssen die Berliner den Führerschein bei der zentralen Bußgeldstelle in der Magazinstraße abgeben. Diese hat allerdings Öffnungszeiten, welche nicht immer mit den Arbeitszeiten vereinbar sind. Außerdem müssen häufig die Fahrwege mit dem öffentlichen Nahverkehr bestritten werden. Ein Behördengang ist also nicht immer möglich. In Berlin können Betroffene daher auch bei der Polizei den Führerschein abgeben. Die meisten Dienststellen sind rund um die Uhr geöffnet.

Fahrverbot: Wo muss ich meinen Führerschein abholen?

Grundsätzlich gilt: Die Bußgeldstelle, bei der Sie den Führerschein abgeben, ist auch die Behörde, die Ihnen das Dokument wieder aushändigt. Haben Sie sich dazu entschlossen, den Führerschein persönlich abzuholen, sollte er also nach Ablauf des Fahrverbots bei der Bußgeldstelle auf Sie warten. Haben Sie den Postweg gewählt, stellt sich überhaupt nicht die Frage, wo Sie den Führerschein abholen müssen. Er wird Ihnen per Einschreiben zugesandt.

Welche Dokumente werden benötigt?

  • Aufforderungsschreiben zur Führerscheinrückgabe
  • schriftliche Vollmacht, falls Dritte das Dokument abholen
  • Personalausweis bzw. Reisepass oder Passersatzpapiere für ausländische Staatsangehörige

Fahrerlaubnisentzug: Wo muss ich den Führerschein abholen?

Beachten Sie den Unterschied zwischen Fahrverbot und dem Entzug der Fahrerlaubnis. In beiden Fällen ist der Führerschein weg, allerdings wird er beim Fahrverbot nur in Verwahrung genommen. Ein häufiger Grund für den Fahrerlaubnisentzug ist beispielsweise Alkohol am Steuer. Beim Entzug der Fahrerlaubnis wird der Führerschein vernichtet. Sie bekommen das Dokument nicht zurück, sondern müssen nach der Sperrfrist die Fahrerlaubnis neu beantragen. Der Führerschein, den Sie dann erhalten, ist komplett neu. Auch das Ausstellungsdatum wird entsprechend angepasst. Abholen können Sie das Dokument dann bei der Bußgeldstelle, wo Sie den Antrag gestellt haben.

Was passiert, wenn sie den Führerschein nicht abgeben?

Wenn Sie den Führerschein nicht rechtzeitig abgeben, wird die Polizei versuchen das Dokument zu beschlagnahmen.  Ein solcher Vollstreckungsversuch kann mehrmals erfolgen. Werden Sie trotz Fahrverbot beim Fahren eines Kraftfahrzeuges erwischt, machen Sie sich gemäß § 21 Straßenverkehrsgesetz (StVG) „Fahren ohne Fahrerlaubnis“ strafbar. Es drohen Geld- und Freiheitsstrafen.

Ist der Führerschein lediglich verloren gegangen, ist bei der Vollstreckungsbehörde eine eidesstattliche Versicherung darüber abzugeben. Eine Falschaussage in dieser Sache ist also ebenfalls strafbar und kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

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