Fahrverbot aufteilen oder als Ganzes absolvieren?

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.

Hier kostenlos prüfen →

Wie lange ist die Dauer vom Fahrverbot?

Können Betroffene das Fahrverbot aufteilen?

Können Betroffene das Fahrverbot aufteilen?

Es gibt viele Wege zum Fahrverbot. Die Mobilitätspause wird z. B. für gravierende Geschwindigkeits-, Abstands- und qualifizierte Rotlichtverstöße vergeben. Auch wer mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt wird, muss mit einem Fahrverbot rechnen. Damit stellt es neben Bußgeld und Punkten eine der Sanktionsmöglichkeiten gemäß Bußgeldkatalog dar.

Mit der Strafe verfolgt der Gesetzgeber einen verkehrspädagogischen Ansatz. In der Mobilitätspause durch den „kleinen“ Fahrerlaubnisentzug sollen Kraftfahrer merken, wie es ist, auf das Auto und den Führerschein zu verzichten. Die Behörden wollen dadurch ein Überdenken des Fehlverhaltens und eine Verhaltensänderung bewirken. Punkte und Bußgeld gelten dagegen als leichtere Strafen.

Je nach Schwere der Verkehrsordnungswidrigkeit können ein Monat bis maximal drei Monate Fahrverbot vergeben werden. Grundlage bildet der § 25 Straßenverkehrsgesetz (StVG). Im ersten Absatz heißt es dazu:

Wird gegen den Betroffenen wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24, die er unter grober oder beharrlicher Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, eine Geldbuße festgesetzt, so kann ihm die Verwaltungsbehörde oder das Gericht in der Bußgeldentscheidung für die Dauer von einem Monat bis zu drei Monaten verbieten, im Straßenverkehr Kraftfahrzeuge jeder oder einer bestimmten Art zu führen. Wird gegen den Betroffenen wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a eine Geldbuße festgesetzt, so ist in der Regel auch ein Fahrverbot anzuordnen.

Das Fahrverbot gibt es also für grobe Verkehrsordnungswidrigkeiten. Auch Beharrlichkeit, also wenn ein Verstoß in einem bestimmten Zeitraum häufiger begangen wird, kann zur zeitweisen Abgabe des Führerscheins führen. Während des Fahrverbots darf dann kein motorisiertes Fahrzeug (Auto, Kraftrad, LKW) geführt werden. Zulässig wäre dies nur, wenn es ausdrücklich genehmigt wurde. Im Folgenden geht es darum, wie Sie das Fahrverbot antreten und wo Sie den Führerschein abgeben müssen. Der Ratgeber geht auch auf die Fragen ein, ob Sie das Fahrverbot aufteilen können.

Ab wann beginnt das Fahrverbot?

Hier ist entscheidend, ob gegen Sie in den letzten zwei Jahren bereits ein Fahrverbot verhängt worden ist. Ist dies der Fall gelten Sie als Wiederholungstäter, andernfalls sind Sie ein Ersttäter. Sogenannte Ersttäter genießen spezielle Privilegien beim Antritt des Fahrverbots. Gemäß § 25 Abs. 2a StVG wird ihnen eine Viermonatsfrist eingeräumt.

Innerhalb dieses Zeitraums können Sie das Fahrverbot frei verschieben. Mit der Abgabe vom Führerschein in amtliches Gewahrsam beginnt die Mobilitätspause. Erfolgt dies nicht rechtzeitig, startet das Fahrverbot automatisch mit Ablauf der Frist.

Für Wiederholungstäter gibt es die Viermonatsfrist nicht. Sie müssen das Fahrverbot direkt mit Rechtskraft vom Bußgeldbescheid antreten. In der Regel ist dies nach Ablauf der Einspruchsfrist, also zwei Wochen nach Erhalt des Bescheids. Wird der Führerschein nicht rechtzeitig abgegeben, kann das Dokument beschlagnahmt werden.

Ersttäter wollen oft das Fahrverbot aufteilen und in die Urlaubszeit verschieben

Ersttäter fragen sich häufig, ob sie das Fahrverbot auch aufteilen können und die Teile entsprechend so verschieben können, dass sie jeweils in die Urlaubszeit fallen. Es wäre natürlich sehr praktisch, wenn sich beispielsweise vier Wochen Fahrverbot splitten lassen würden. Gerade in der Sommerzeit steht häufig eh ein zweiwöchiger Urlaub an. In dieser Zeit kann der begrenzte Führerscheinentzug oft gut überbrückt werden.

Wo müssen Sie den Führerschein abgeben?

Sie müssen den Führerschein für den gesamten Zeitraum vom Fahrverbot abgeben. Ein Splitten ist nicht möglich.

Sie müssen den Führerschein für den gesamten Zeitraum vom Fahrverbot abgeben. Ein Splitten ist nicht möglich.

Bei Beginn des Fahrverbots muss der Führerschein in amtliches Gewahrsam gegeben werden. In der Regel erfolgt dies bei der Bußgeldstelle bzw. der Behörde, welche auch den Bußgeldbescheid mit dem Fahrverbot ausgestellt hat. Es kann aber sein, dass eine persönliche Abgabe nicht möglich ist, weil zwischen Wohnort und Behörde eine zu hohe Entfernung ist. Daher ist auch der Postweg möglich. Die Rückgabe erfolgt dann nach der autofreien Zeit ebenfalls per Brief.

In einigen Bundesländern ist es auch möglich, den Führerschein bei der örtlichen Polizeidirektion oder Fahrerlaubnisbehörde zu hinterlegen. Ob dieser Service angeboten wird, erfragen Sie am besten vor Ort.

Kann man das Fahrverbot aufteilen bzw. splitten?

Drei Monate ohne Auto fahren, sind eine Herausforderung, aber auch schon ein Monat Fahrverbot ist lang. Splitten könnte die Belastung für Kraftfahrer durch die verordnete Mobilitätspause verringern. Dagegen spricht aber der verkehrspädagogische Ansatz, welchen der Gesetzgeber mit der Sanktion verfolgt. Könnten Betroffene das Fahrverbot aufteilen, wäre der Lerneffekt in Gefahr. Die Mobilitätspause soll unbequem sein und eine gewisse Belastung darstellen.

Das Fahrverbot lässt sich also nicht aufteilen. Der Gesetzgeber sieht ein Splitten nicht vor. Es muss in einem Stück angetreten werden, denn die Kraftfahrer sollen einen Vorgeschmack auf den unbegrenzten Fahrerlaubnisentzug bekommen. Könnten Betroffene das Fahrverbot aufteilen, würde die Wirkung der Mobilitätspause weitgehend verpuffen.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.

Hier kostenlos prüfen →

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (55 Bewertungen, Durchschnitt: 4,60 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.