3 Monate Fahrverbot: Wann wird es verhängt?

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Wann droht ein Fahrverbot für 3 Monate?

Wann 3 Monate Fahrverbot drohen, bestimmt der Bußgeldkatalog.

Wann 3 Monate Fahrverbot drohen, bestimmt der Bußgeldkatalog.

Die Behörden können verschiedene Sanktionen verhängen, um Verkehrssünder zur Einhaltung der Regeln zu erziehen. Eine der härtesten Maßnahmen ist das Fahrverbot, das dem Betroffenen verbietet, innerhalb eines bestimmten Zeitraums ein Kraftfahrzeug zu führen. Er muss in dieser Zeit seinen Führerschein bei einer Behörde oder der Staatsanwaltschaft abgeben.

Die längste mögliche Dauer, die bei einer Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr verhängt werden kann, sind 3 Monate Fahrverbot. Wann dies der Fall ist, legt der Bußgeldkatalog fest.

3 Monate Führerscheinentzug werden laut diesem für folgende Verstöße verhängt:

  • Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 70 km/h (außerorts)
  • Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 50 km/h (innerorts)
  • ab dem zweiten Verstoß gegen die 0,5-Promillegrenze
  • ab dem zweiten Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz
  • Abstand zum Vordermann betrug bei einer Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h weniger als 1/10 des halben Tachowertes in Metern
  • Überqueren des Bahnübergangs mit einem Kfz bei geschlossener Schranke

Andere Gründe für ein dreimonatiges Fahrverbot

Darüber hinaus können 3 Monate Fahrverbot auch für eine Straftat verhängt werden. Dies liegt im Ermessen des zuständigen Richters. Seit einer Änderung des Strafgesetzbuches von August 2017 ist dies auch bei Straftaten möglich, die außerhalb des Straßenverkehrs begangen wurden. So kann demnach auch nach einem Fall von Diebstahl oder Steuerhinterziehung der Führerschein für 3 Monate einbehalten werden.

Ein Fahrverbot für 3 Monate kann auch medizinische Gründe haben.

Ein Fahrverbot für 3 Monate kann auch medizinische Gründe haben.

Ein Fahrverbot muss aber nicht immer im Zusammenhang mit einem Regelverstoß stehen. Auch medizinische Gründe können vorliegen. So werden 3 Monate Fahrverbot beispielsweise grundsätzlich nach einem Schlaganfall verhängt.

Ein solches Fahrverbot wird allerdings zunächst „nur“ vom Arzt ausgesprochen und führt damit nicht zur Abgabe des Führerscheins. Es ist damit keine Straftat, trotz ärztlichem Fahrverbot zu fahren. Verursachen Sie allerdings dann einen Unfall, werden Sie üblicherweise voll für diesen haftbar gemacht.

Meldet der Arzt das Fahrverbot obendrein an die Führerscheinstelle, kann diese ein behördliches Fahrverbot daraus machen. In diesem Fall muss auch der Führerschein abgegeben werden.

Was genau bedeuten 3 Monate Fahrverbot?

Autofahrer, denen ein Führerscheinentzug für 3 Monate droht, sind sich oft unsicher darüber, wie viele Tage genau das Fahrverbot dauert. 90 Tag? 93? 12 Wochen? Die einzige Antwort, die darauf gegeben werden kann, lautet – wenig überraschend – tatsächlich nur: 3 Monate. Denn ein Monat kann bekanntlich unterschiedlich viele Tage haben. Und damit variiert auch die Anzahl der Tage, die dem Fahrverbot von 3 Monaten entsprechen.

Wenn z. B. die 3 Monate Fahrverbot am 7. Januar beginnen, enden sie am 6. April. Das sind 90 Tage – handelt es sich um ein Schaltjahr, in dem der Februar 29 Tage hat, sogar 91 Tage. Bekommen Sie also die Nachricht, dass für 3 Monate Ihr Führerschein weg ist, bedeutet dies je nach Kalendermonat einen Zeitraum von 89 bis 92 Tagen.

Es ist übrigens rechtlich nicht möglich, die 3 Monate Fahrverbot in mehrere Intervalle aufzuteilen. Dieses muss immer am Stück absolviert werden. Eine Ausnahme von dieser Regelung sieht der Gesetzgeber nicht vor.

Lassen sich die 3 Monate Fahrverbot umwandeln?

Unter Umständen lassen sich die 3 Monate Fahrverbot in eine Geldstrafe umwandeln.

Unter Umständen lassen sich die 3 Monate Fahrverbot in eine Geldstrafe umwandeln.

Es besteht die Möglichkeit, den Führerscheinentzug zu umgehen und in eine Geldstrafe umzuwandeln. Dazu müssen Sie jedoch begründen können, warum die 3 Monate Fahrverbot für Sie eine unzumutbare Härte darstellen.

Die meisten Richter lassen sich nur schwer davon überzeugen, selbst wenn der Betroffene beruflich auf sein Auto angewiesen ist. Sie sollten sich in diesem Fall deshalb unbedingt Hilfe bei einem Anwalt für Verkehrsrecht holen.

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