Führerschein entzogen: Wiedererteilung beantragen

Wie kommt es zum Fahrerlaubnisentzug?

Nach dem Fahrerlaubnisentzug müssen Sie für den Führerschein eine Neuerteilung beantragen.

Nach dem Fahrerlaubnisentzug müssen Sie für den Führerschein eine Neuerteilung beantragen.

Das Fahrverbot gilt als „kleiner Führerscheinentzug“. Für die Dauer von maximal drei Monaten muss der Führerschein in behördliches Gewahrsam gegeben werden. In dieser Zeit dürfen keine Kraftfahrzeuge geführt werden. Ein Fahrverbot gib es in der Regel bei erheblichen Verkehrsverstößen, wie Alkohol bzw. Drogen am Steuer, Geschwindigkeits-, Rotlicht- oder Abstandsverstößen. Für Betroffene ist die verordnete Mobilitätspause häufig schwierig zu meistern, denn viele alltägliche Aufgaben müssen anders und häufig umständlicher gemanagt werden. Um dieser Belastung zu entgehen, versuchen einige Kraftfahrer das Fahrverbot zu umgehen. Aber nicht immer ist diese Unternehmung erfolgreich.

Während das Fahrverbot gemäß Bußgeldkatalog nur eine zeitweilige Einschränkung für einen Monat bzw. maximal zwei oder drei Monate bedeutet, ist der Entzug der Fahrerlaubnis weit gravierender. Es müssen nämlich nicht nur einige Monate überbrückt werden, stattdessen muss im Grunde das gesamte Leben umgestaltet werden. Nahverkehrsmittel erhalten eine größere Bedeutung, Fernbusse und Züge werden bei der Urlaubsplanung wieder wichtig. Nicht selten hat der Führerscheinentzug auch berufliche Konsequenzen. Fahrrad oder Mofa fahren kann zwar einen Teil der eigenen Mobilität wiederherstellen, große Sprünge lassen sich dadurch aber nicht machen.

Damit es zum Führerscheinentzug kommt, muss ein schwerwiegender Verkehrsverstoß oder ein Straftat begangen worden sein. Auch das beharrliche Missachten von Verkehrsregeln führt zum Entzug. Wer acht Punkte in Flensburg hat, ist sprichwörtlich den „Lappen“ los. Das Punktesystem stellt quasi eine Entziehung der Fahrerlaubnis auf Raten dar. Wer nicht früh genug sein Fehlverhalten einsieht und sein Verhalten ändert, muss letztlich mit den Konsequenzen leben.

Im § 46 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) steht zum Führerscheinentzug:

(1) Erweist sich der Inhaber einer Fahrerlaubnis als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen. Dies gilt insbesondere, wenn Erkrankungen oder Mängel nach den Anlagen 4, 5 oder 6 vorliegen oder erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde und dadurch die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen ausgeschlossen ist.

(2) Erweist sich der Inhaber einer Fahrerlaubnis noch als bedingt geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, schränkt die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis so weit wie notwendig ein oder ordnet die erforderlichen Auflagen an. Bei Inhabern ausländischer Fahrerlaubnisse schränkt die Fahrerlaubnisbehörde das Recht, von der ausländischen Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen, so weit wie notwendig ein oder ordnet die erforderlichen Auflagen an. Die Anlagen 4, 5 und 6 sind zu berücksichtigen.

(3) Werden Tatsachen bekannt, die Bedenken begründen, dass der Inhaber einer Fahrerlaubnis zum Führen eines Kraftfahrzeugs ungeeignet oder bedingt geeignet ist, finden die §§ 11 bis 14 entsprechend Anwendung.

(4) Die Fahrerlaubnis ist auch zu entziehen, wenn der Inhaber sich als nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist. Rechtfertigen Tatsachen eine solche Annahme, kann die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorbereitung der Entscheidung über die Entziehung die Beibringung eines Gutachtens eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers für den Kraftfahrzeugverkehr anordnen. § 11 Absatz 6 bis 8 ist entsprechend anzuwenden.

(5) Bei einer ausländischen Fahrerlaubnis hat die Entziehung die Wirkung einer Aberkennung des Rechts, von der Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen.

(6) Mit der Entziehung erlischt die Fahrerlaubnis. Bei einer ausländischen Fahrerlaubnis erlischt das Recht zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland.

Aber nicht immer ist schuldhaftes Verhalten für den Führerscheinentzug ursächlich. Gibt es körperliche oder psychische Mängel, kann durch einen Verkehrsmediziner das Führen eines Fahrzeugs untersagt werden. Das sogenannte ärztliche Fahrverbot folgt dabei den Richtlinien der Anlage 4 FeV (Fahrerlaubnis-Verordnung).

Weitreichend sind auch Straftaten, die im Zusammenhang mit einem Fahrzeug begangen werden. In besonders schweren Fällen kann der Führerscheinentzug für einen Richter die notwendige und sinnvolle Konsequenz aus einer Tat sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Fahreignung aufgrund charakterlicher Mängel im Raum steht. Aber auch Alkoholismus und Drogenkonsum können zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.

Straftaten im Verkehrsrecht:

  • Fahrerflucht nach § 142 StGB
  • Alkohol- und Drogenfahrten
  • Gefährdung des Straßenverkehrs infolge geistiger oder körperlicher Mängel (z. B. Übermüdung, Einfluss von Medikamenten)
  • Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Verhalten
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • Beleidigung
  • Nötigung
  • Fahrlässige Körperverletzung
  • Fahrlässige Tötung
  • Unterlassene Hilfeleistung
  • Kennzeichenmissbrauch
  • Fahren ohne Versicherung

Sperrfrist: Was ist das?

Der Fahrerlaubnisentzug ist eine langfristige Maßnahme. Bevor Sie für den Führerschein eine Wiedererteilung beantragen können, müssen Sie die Sperrfrist abwarten.

Der Fahrerlaubnisentzug ist eine langfristige Maßnahme. Bevor Sie für den Führerschein eine Wiedererteilung beantragen können, müssen Sie die Sperrfrist abwarten.

Wurde der Führerschein infolge einer Straftat bzw. nach Erreichen der vollen Punktzahl in Flensburg eingezogen, besteht für Betroffene natürlich der Wunsch nach einer Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Anders als beim Fahrverbot, das in der Hauptsache verkehrspädagogischen Maßstäben folgt, indem es den Betroffen zum Nachdenken animieren soll, ist das Ziel des Fahrerlaubnisentzugs, den Verkehrssünder sprichwörtlich aus dem Verkehr zu ziehen. Er soll für andere Verkehrsteilnehmer keine weitere Gefahr darstellen.

Wem der Führerschein entzogen worden ist, dem wird von der Fahrerlaubnisbehörde nicht mehr zugetraut, dass er verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnehmen kann. Dieses Misstrauen der Behörden kann aber ausgeräumt werden, wenn der Betroffene an den Ursachen des Führerscheinentzugs arbeitet, was meistens durch Verhaltens- und Einstellungsänderungen erfolgen soll.

Die Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach deren Entzug folgt aber einem bestimmten Ablauf. Zunächst wird durch das Gericht bzw. die Fahrerlaubnisbehörde der Führerschein eingezogen und vernichtet. Außerdem wird entsprechend der Schwere eine Sperrfrist festgesetzt, die mindestens sechs Monate betragen muss. Erst danach kann für den Führerschein eine Wiedererteilung gewährt werden. Wie lange die Sperrfrist ist, hängt letztlich vom individuellen Fall ab. In dieser Zeit soll der Betroffene an den Ursachen für den Entzug arbeiten. Die Sperrfrist ist demnach eine Prognose darüber, wie lange er benötigt, um eine Besserung herbeizuführen.

Wie lang ist die Sperrfrist?

Bevor die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis gewährt werden kann, muss ein Betroffener eine Sperrfrist von mindestens sechs Monaten durchstehen. Je nach Fall und Schwere kann die Sperrfrist auch länger dauern. Sie ist bestimmt von den individuellen Umständen und lässt sich nur schwer voraussagen. Im Durchschnitt beträgt die Sperrfrist neun bis elf Monate. Nach Ablauf der Frist erhalten Betroffene den Führerschein aber nicht einfach zurück. Sie müssen bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis stellen. Dies ist frühestens drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist möglich.

Der Beginn der Sperrfrist ist bestimmt vom Datum, an dem das Gericht bzw. die Behörde letztmalig den Sachverhalt des Betroffenen geprüft hat. Folgende Termine können in Frage kommen:

  • Tag, an dem das Amtsgericht die Hauptverhandlung beendet hat
  • Tag, an dem ein Strafbefehl rechtskräftig wird (z. B. nach Einspruchsfrist)
  • Tag, an dem Hauptverhandlung in einer Berufungsinstanz beendet worden ist
  • Tag, an dem eine Berufung gegen ein Urteil zurückgenommen worden ist
  • Tag, an dem ein behördlicher Bescheid rechtkräftig geworden ist

Laut § 69a Strafgesetzbuch (StGB) ist die Sperrfrist auf einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bis maximal 5 Jahren begrenzt. Im entsprechenden Paragraphen heißt es:

(1) Entzieht das Gericht die Fahrerlaubnis, so bestimmt es zugleich, daß für die Dauer von sechs Monaten bis zu fünf Jahren keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf (Sperre). Die Sperre kann für immer angeordnet werden, wenn zu erwarten ist, daß die gesetzliche Höchstfrist zur Abwehr der von dem Täter drohenden Gefahr nicht ausreicht. Hat der Täter keine Fahrerlaubnis, so wird nur die Sperre angeordnet.

(2) Das Gericht kann von der Sperre bestimmte Arten von Kraftfahrzeugen ausnehmen, wenn besondere Umstände die Annahme rechtfertigen, daß der Zweck der Maßregel dadurch nicht gefährdet wird.

(3) Das Mindestmaß der Sperre beträgt ein Jahr, wenn gegen den Täter in den letzten drei Jahren vor der Tat bereits einmal eine Sperre angeordnet worden ist.

(4) War dem Täter die Fahrerlaubnis wegen der Tat vorläufig entzogen (§ 111a der Strafprozeßordnung), so verkürzt sich das Mindestmaß der Sperre um die Zeit, in der die vorläufige Entziehung wirksam war. Es darf jedoch drei Monate nicht unterschreiten.

(5) Die Sperre beginnt mit der Rechtskraft des Urteils. In die Frist wird die Zeit einer wegen der Tat angeordneten vorläufigen Entziehung eingerechnet, soweit sie nach Verkündung des Urteils verstrichen ist, in dem die der Maßregel zugrunde liegenden tatsächlichen Feststellungen letztmals geprüft werden konnten.

(6) Im Sinne der Absätze 4 und 5 steht der vorläufigen Entziehung der Fahrerlaubnis die Verwahrung, Sicherstellung oder Beschlagnahme des Führerscheins (§ 94 der Strafprozeßordnung) gleich.

(7) Ergibt sich Grund zu der Annahme, daß der Täter zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht mehr ungeeignet ist, so kann das Gericht die Sperre vorzeitig aufheben. Die Aufhebung ist frühestens zulässig, wenn die Sperre drei Monate, in den Fällen des Absatzes 3 ein Jahr gedauert hat; Absatz 5 Satz 2 und Absatz 6 gelten entsprechend.

Wird der Führerschein direkt nach dem Delikt in Gewahrsam genommen, wird dieser Zeitraum letztlich auf die Sperrfrist angerechnet. Für den Führerschein kann eine Neuerteilung also früher beantragt werden. Es zählt also nicht immer die Rechtskraft eines Urteils bzw. Bescheids als Beginn der Sperrfrist. Außerdem besteht gemäß dem Paragraphen die Möglichkeit, die Frist bis zum Antrag auf Fahrerlaubnis-Wiedererteilung zu verkürzen.

Lebenslange Sperrfrist – Ausschluss einer Führerschein-Wiedererteilung

Nach § 69a Abs. 1 ist es sogar möglich, dass ein Gericht das Höchstmaß von 5 Jahren überschreitet und eine lebenslange Sperre verhängt. Für die Fahrerlaubnis wird es also keine Wiedererteilung geben. Es gibt nur wenige Fälle, in denen von der lebenslangen Sperrfrist Gebrauch gemacht wird. Meist nur dann, wenn mit dem Fahrzeug eine schwere bzw. beharrliche Straftat begangen wird.

Es gibt keine Führerschein-Wiedererteilung, wenn

  • das Auto als Waffe für Straftaten wie z. B. Überfälle genutzt wurde,
  • regelmäßige Trunkenheitsfahrten durchgeführt wurden,
  • trotz mehrerer Sperren dennoch gefahren wurde,
  • der Fahrer ein notorischer Straftäter (z.B. Drängler oder Raser) ist oder
  • der Fahrer aggressiv auf andere Verkehrsteilnehmer reagiert (z. B. Schläger).

Können Sie für Ihren Führerschein die Wiedererteilung auch früher beantragen?

Sie können die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis frühstens drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist beantragen.

Sie können die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis frühstens drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist beantragen.

In der Regel dürfen Sie die Neuerteilung der Fahrerlaubnis frühestens drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist beantragen. Es gibt aber Möglichkeiten, die Sperrfrist zu verkürzen. Allerdings muss dies bei einem Gericht beantragt werden und es müssen gute Gründe vorgebracht werden. So sind die Erfolgsaussichten beispielsweise besser, wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind.

Möchten Sie eine frühere Neuerteilung vom Führerschein betragen, sollten Sie im Vorfeld eine Nachschulung zur Sperrfristverkürzung besuchen. Wie bereits erwähnt, geht es beim Führerscheinentzug nicht nur um die reine Strafe, sondern auch darum, dass es Zweifel an ihrer Fahreignung gibt. Diese müssen ausgeräumt werden. Entsprechende Kurse werden von Institutionen wie TÜV und Dekra angeboten.

Die Sperrfrist kann aber nicht vollständig abgewendet werden, sondern Sie müssen mindestens drei Monate abwarten, bis die Wiedererteilung vom Führerschein erfolgen kann. Hatten Sie bereits in den letzten drei Jahren eine Sperre, beträgt die Mindestwartezeit ein Jahr. Bei entsprechender Argumentation kann die Sperre in der Regel um drei Monate verkürzt werden und somit die Führerschein-Wiedererteilung früher erfolgen. Im Vorfeld sollten Sie aber mit dem Gericht bzw. Ihrem Rechtsanwalt das Vorhaben erörtern.

Führerschein-Wiedererteilung: Ein Anwalt hilft bei Sperrfristverkürzung

Obwohl laut § 69a Abs. 7 die Sperrfristvorkürzung im Gesetz vorgesehen und somit bundesweit rechtlich möglich ist, unterscheiden sich die Verfahrensweisen je nach Bundesland doch erheblich. Wer eine Fristverkürzung anstrebt, ist gut beraten, sich anwaltliche Unterstützung zu suchen, denn Rechtsanwälte mit verkehrsrechtlichem Background können meist besser einschätzen, wie ein solches Unterfangen erfolgreich durchgeführt werden kann.

Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis

Nach der Sperrfrist können Sie den Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen. Dieser wird dann von den Behörden geprüft.

Nach der Sperrfrist können Sie den Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen. Dieser wird dann von den Behörden geprüft.

Wurde die Sperre nach Fahrerlaubnisentzug abgewartet, kann ein Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis gestellt werden. Möglich ist dies allerdings frühestens drei Monate vor Ablauf der Frist. Nach Antragsstellung prüft die Fahrerlaubnisbehörde den Sachverhalt und teilt dem Betroffen anschließend mit, welche Maßnahmen gegebenenfalls noch erfüllt werden müssen, damit für den Führerschein eine Wiedererteilung gewährt werden kann. Auch an dieser Stelle lassen sich dazu keine pauschalen Aussagen treffen. Die Entscheidung ist stets vom Sachbearbeiter und Einzelfall bestimmt.

Anders als beim Fahrverbot erhalten Sie also nach Fahrerlaubnisentzug den Führerschein einfach zurück. Stellen Sie keinen Antrag auf Führerschein-Wiedererteilung, dürfen Sie auch weiterhin kein Fahrzeug führen.

Die häufigste Maßnahme, welche die Behörden zur Führerschein-Wiedererteilung anordnet, ist die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). In der Regel müssen Sie diese absolvieren, wenn Sie das Punktekonto in Flensburg überzogen haben oder negativ wegen Alkohol oder Drogen aufgefallen sind. Infolge von Alkohol- bzw. Drogendelikten müssen oftmals auch Abstinenznachweise erbracht werden.

Nicht immer muss es aber zur medizinisch-psychologischen Untersuchung kommen. Es ist tatsächlich vom Einzelfall abhängig, ob die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis mit oder ohne MPU erfolgt.

In einigen Fällen kann für den Führerschein eine Neuerteilung nach einem Entzug komplett auf weitere Maßnahmen verzichtet werden. In anderen Fällen müssen dagegen Fahrstunden absolviert werden oder sogar eine erneute Fahrerlaubnisprüfung abgelegt werden.

Muss ich den Führerschein neu machen?

In der Regel ist es nicht notwendig, den Führerschein neu zu machen. Bestehen Sie beispielsweise die MPU, entscheiden sich die Behörden meist für die Führerschein-Wiedererteilung. Dann erhalten Sie ein neues Ausweisdokument und sind berechtigt, wieder Kfz zu führen.

Hat die Führerscheinbehörde allerdings Zweifel an Ihren fahrerischen Kenntnissen und Fähigkeiten, weil z. B. der Führerscheinentzug schon lange zurück liegt, kann sie nach § 20 Abs. 2 FeV vor der Führerschein-Wiedererteilung eine erneute Prüfung anordnen.

Führerschein zurück mit und ohne MPU

Bevor die Führerscheinbehörde Ihnen für den Führerschein eine Wiedererteilung gewährt, kann Sie das erfolgreiche Absolvieren einer MPU zur Bedingung machen. Nicht jeder, dessen Fahrerlaubnis entzogen wurde, wird dazu verpflichtet. Bei Alkohol- bzw. Drogendelikten oder acht Punkten in Flensburg ist die MPU aber recht wahrscheinlich.

Für Betroffene ist die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis oftmals sehr kostspielig. Nicht selten kommen mit dem Gutachten und MPU-Vorbereitungskurs vierstellige Beträge zusammen. Wird die MPU nicht gleich beim ersten Mal bestanden, wird die Angelegenheit sogar noch teurer.

Was ist die medizinisch-psychologische Untersuchung?

Einige Betroffene haben Angst vor der MPU und verzichten daher auf den Führerschein. Nach 15 Jahren geht es auch ohne MPU.

Einige Betroffene haben Angst vor der MPU und verzichten daher auf den Führerschein. Nach 15 Jahren geht es auch ohne MPU.

Die MPU ist ein Gutachten, bei dem die Fahreignung eines Antragsstellers fachmännisch beurteilt wird. Die Untersuchung soll eine Prognose über das zukünftige Verhalten eines Kraftfahrers erstellen, dessen Fahrerlaubnis infolge von Verkehrsverstößen entzogen worden ist. Für die Fahrerlaubnisbehörden dient die MPU zur Vorbereitung der Entscheidung darüber, ob eine Führerschein-Wiedererteilung gewährt werden kann.

Mit der MPU ist es einem Betroffenen möglich, die Zweifel der Führerscheinbehörde an der Fahreignung auszuräumen. Untersucht werden im Rahmen der MPU verschiedene Aspekte.

Sie läuft in vier Phasen ab:

  1. schriftliche Befragung
  2. medizinische Untersuchung
  3. Leistungstests
  4. Psychologische Untersuchung

Durchgeführt wird die MPU durch entsprechend geschulte Mediziner und Verkehrspsychologen. Überprüft wird, ob die verkehrspsychologischen bzw. verkehrsmedizinischen Zweifel der Fahrerlaubnisbehörde ausgeräumt werden können, also ob der Betroffene sein Verhalten bzw. seine Einstellung nachhaltig geändert hat. Viele Kraftfahrer, die ihren Führerschein aufgrund von Alkohol oder Drogen abgeben mussten, haben Angst vor der medizinischen Untersuchung. Wer den Abstinenznachweis nicht besteht bzw. ein ungesundes Verhältnis zu Alkohol und Drogen aufweist, wird es bei der MPU schwer haben.

Kann die medizinisch-psychologische Untersuchung keine eindeutige Prognose geben, gibt es oftmals die Möglichkeit, die letzten Zweifel an der Fahreignung durch eine MPU-Nachschulung auszuräumen.

Nach erfolgreichem Absolvieren der Untersuchung prüft die Fahrerlaubnisbehörde das Gutachten und entscheidet in der Regel für die Führerschein-Wiedererteilung.

Wiedererteilung der Fahrerlaubnis nach 10 oder 15 Jahren?

Es gibt eine Möglichkeit, wie Sie Ihren Führerschein zurück erhalten, ohne eine MPU machen zu müssen.

Es gibt eine Möglichkeit, wie Sie Ihren Führerschein zurück erhalten, ohne eine MPU machen zu müssen.

Für viele Kraftfahrer, die ihre Fahrerlaubnis haben einbüßen müssen, stellt gerade die MPU eine enorme, meist finanzielle Hürde dar. Nicht selten entscheiden sich Betroffene daher gegen einen Antrag auf Neuerteilung des Führerscheins. Auch wer ein negatives Gutachten erhalten hat, wird auf den Führerschein auch zukünftig verzichten müssen.

Nach deutschem Recht gibt es aber die Möglichkeit, eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis auch ohne MPU zu erreichen. Betroffene müssen nur so lange warten, bis die Verjährung eingetreten ist. Gemäß § 29 Straßenverkehrsgesetz (StVG) wird nach Ablauf von zehn Jahren eine Tilgungsfrist erreicht. Danach dürfen Eintragungen bzw. Vorfälle, die zum Führerscheinentzug geführt haben, Ihnen nicht mehr vorgeworfen werden. Ausgenommen sind natürlich alle Fälle, bei denen eine lebenslange Sperre angeordnet worden ist.

Im § 29 Abs. 1 StVG heißt es:

Die im Register gespeicherten Eintragungen werden nach Ablauf der in Satz 2 bestimmten Fristen getilgt. Die Tilgungsfristen betragen

1. zwei Jahre und sechs Monate
bei Entscheidungen über eine Ordnungswidrigkeit,

  1. die in der Rechtsverordnung nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe s Doppelbuchstabe bb Dreifachbuchstabe bbb als verkehrssicherheitsbeeinträchtigende oder gleichgestellte Ordnungswidrigkeit mit einem Punkt bewertet ist oder
  2. soweit weder ein Fall des Buchstaben a noch der Nummer 2 Buchstabe b vorliegt und in der Entscheidung ein Fahrverbot angeordnet worden ist,

2. fünf Jahre

  1. bei Entscheidungen über eine Straftat, vorbehaltlich der Nummer 3 Buchstabe a,
  2. bei Entscheidungen über eine Ordnungswidrigkeit, die in der Rechtsverordnung nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe s Doppelbuchstabe bb Dreifachbuchstabe aaa als besonders verkehrssicherheitsbeeinträchtigende oder gleichgestellte Ordnungswidrigkeit mit zwei Punkten bewertet ist,
  3. bei von der nach Landesrecht zuständigen Behörde verhängten Verboten oder Beschränkungen, ein fahrerlaubnisfreies Fahrzeug zu führen,
  4. bei Mitteilungen über die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar, einem Aufbauseminar, einem besonderen Aufbauseminar oder einer verkehrspsychologischen Beratung,

3. zehn Jahre

  1. bei Entscheidungen über eine Straftat, in denen die Fahrerlaubnis entzogen oder eine isolierte Sperre angeordnet worden ist,
  2. bei Entscheidungen über Maßnahmen oder Verzichte nach § 28 Absatz 3 Nummer 5 bis 8.

Nach spätestens zehn Jahren ist also ist Ihre Schuld getilgt. Rein rechtlich kann Ihnen die Tat, die zum Führerscheinentzug geführt hat, nicht mehr vorgeworfen werden. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich dabei um ein Alkohol- bzw. Drogendelikt oder anderes Vergehen gehandelt hat.

Gibt es den Führerschein zurück, wenn nach 10 Jahren die Tilgungsfrist abgelaufen ist?

Im Grunde können Sie sich den Ablauf folgendermaßen vorstellen:

Es gibt eine Akte, in der all Ihre Verkehrsverstöße und Vergehen gesammelt werden. Wird die Fahrerlaubnis entzogen, wird dies der Akte beigefügt. Auch wenn Sie die MPU nicht erfolgreich absolvieren konnten, landet es in dem Dokument. Kurzum: Alles, was Ihren Fall betrifft und Ihnen angelastet werden kann, wird entsprechend in der Akte verwahrt. Nach zehn Jahren ist die Tilgungsfrist erreicht. Dies hat zur Folge, dass die Akte vernichtet wird. In der Konsequenz heißt das, dass die Fahrerlaubnisbehörde praktisch keine Informationen mehr zu Ihrem Fall hat. In der Praxis ist der Ablauf natürlich etwas komplexer, aber im Grunde lässt es sich so veranschaulichen.

Diese Tilgungsfrist macht es Ihnen also möglich, dass Sie Ihren Führerschein ohne MPU nach 10 Jahren zurück erhalten können. Entscheidend ist allerdings, ab wann die Tilgungsfrist anfängt zu laufen. In dem Zeitraum dürfen außerdem keine weiteren Verkehrsdelikte begangen werden. Auch ein Antrag auf Führerschein-Wiedererteilung bei der Fahrerlaubnisbehörde wäre kontraproduktiv, weil sich dadurch der Fristbeginn wieder nach hinten verschiebt.

Es ist also nicht einfach so, dass Sie den Führerschein nach 10 Jahren zurück erhalten, ohne eine MPU zu absolvieren. Im Zweifelsfall können es sogar 15 Jahre sein, bis von der MPU-Anordnung die Gültigkeit erlischt.

Warum gibt es die Wiedererteilung für den Führerschein erst nach 15 Jahren ohne MPU?

In der Regel müssen Sie den Führerschein nicht neu machen. Hat die Behörde allerdings Zweifel an Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten, muss eine erneute Prüfung erfolgen.

In der Regel müssen Sie den Führerschein nicht neu machen. Hat die Behörde allerdings Zweifel an Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten, muss eine erneute Prüfung erfolgen.

Wie bereits erwähnt, gibt es eine Tilgungsfrist von zehn Jahren, nachdem die Delikte, die zur Anordnung einer MPU geführt haben, Ihnen nicht mehr vorgeworfen werden können. Eine erneute MPU darf Ihnen nach dieser Zeit nicht mehr zur Bedingung zur Führerschein-Wiedererteilung gemacht werden. Allerdings ist nicht immer ganz klar, ab wann diese Tilgungsfrist zu laufen beginnt. Dies kann von verschiedenen Faktoren wie der Rechtskraft eines Urteils oder anderen Verwaltungsakten abhängen.

Zu beachten ist auch, dass Sie in der Zwischenzeit wirklich abwarten müssen. Stellen Sie zu früh einen Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis, beginnt die Frist von neuem zu laufen. Gleiches gilt für einen Verkehrsverstoß. Fahren Sie beispielsweise ohne Fahrerlaubnis und werden dabei erwischt, startet die Frist von vorn.

Entscheidend bei diesem Unterfangen ist der § 29 StVG Abs. 5.

Bei der Versagung oder Entziehung der Fahrerlaubnis wegen mangelnder Eignung, der Anordnung einer Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs oder bei einem Verzicht auf die Fahrerlaubnis beginnt die Tilgungsfrist erst mit der Erteilung oder Neuerteilung der Fahrerlaubnis, spätestens jedoch fünf Jahre nach der Rechtskraft der beschwerenden Entscheidung oder dem Tag des Zugangs der Verzichtserklärung bei der zuständigen Behörde. Bei von der nach Landesrecht zuständigen Behörde verhängten Verboten oder Beschränkungen, ein fahrerlaubnisfreies Fahrzeug zu führen, beginnt die Tilgungsfrist fünf Jahre nach Ablauf oder Aufhebung des Verbots oder der Beschränkung.

Das bedeutet, dass eine Führerschein-Wiederteilung nach 15 Jahren ohne MPU also möglich ist. Wer sich für diesen Weg entscheidet, muss sich aber darüber im Klaren sein, dass nach einer solch langen Zeit durch die Fahrerlaubnisbehörde Zweifel an ihren Kenntnissen und Fähigkeiten bestehen können. Wenn Sie für den Führerschein die Neuerteilung erst nach 15 Jahren beantragen, müssen Sie unter Umständen erneut die Fahrschule besuchen und die entsprechenden Prüfungen bestehen, bevor Sie wieder am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

58 Gedanken zu „Führerschein entzogen: Wiedererteilung beantragen

  1. Hallo hoffe können mir helfen. Habe 2001 C1E FS verloren und 12 oder 13 monate speere. 2003 Mpu negativ und antrag nicht zurück gezogen. Kann ich nun einen neuen Atrag diese jahr noch stellen oder fangen ab der negativen mpu neue 15 oder neue 10 Jahre tilgung an ?
    Hoffe Sie können mir weiter helfen
    Gruß
    Tony

    • Hallo Tony,

      Sie können den Führerschein beantragen, müssen aber damit rechnen, dass Sie eine Anordnung zur MPU erhalten. Wenn Sie die MPU umgehen wollen, müssen Sie 15 Jahre warten. Da Sie bereits 2003 eine MPU besucht haben, wäre dies frühstens 2018 möglich, vorausgesetzt Sie sind verkehrsrechtlich nicht negativ aufgefallen und haben keinen Antrag auf Neuerteilung gestellt, denn dies Unterbricht die Tilgungsfrist.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  2. mir wurde der Führerschein vor etlichen Jahren ,wegen Alkohol am
    Steuer eingezogen.Die Jahre, weiß ich nicht mehr? Es könnten 15
    Jahre sein.Dieter

    seid dem trockener Alkoholiker ,seid Jahren in der Selbsthilfegruppe

  3. Hallo liebes Team,

    mir wurde der Führerschein im Juni 2005 wegen fahren unter Drogeneinfluss entzogen. Habe aber bis heute weder MPU versucht oder einen neuantrag gestellt. Ich bin vor zwei Jahren papa von Drillingen geworden und auch schon seit 2010 clean. Wie stehen denn meine Chancen, ohne MPU meinen Führerschein wieder zu bekommen.

    MFG Dirk

    • Hallo Dirk,

      seit dem Entzug der Fahrerlaubnis sind erst 11,5 Jahre vergangen. Ob die MPU-Anordnung bereits getilgt wurde, ist nicht zweifelsfrei zu sagen. Sicher ist dies erst nach 15 Jahren. Möglicherweise kann der Gang zum Anwalt für etwas mehr Klarheit sorgen.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  4. Hallo, Liebe Mitstreiter,
    Habe bis 2021 laut Auszug keine Wiedererteilung, wahrscheinlich mit MPU.
    Seit dem Vorfall 2006 bin ich ohne Fahrerlaubnis. und wollte fragen, lohnt es für mich einen Antrag zu stellen auf Wiedererteilung, ohne MPU?
    Bitte um Zeitnahe Hilfe!
    Verbleibend
    Mit freundlichen Grüßen
    Max

    • Hallo Max,

      es gibt keinen Antrag auf „Wiedererteilung ohne MPU“. Sollte es Ihr Ziel sein, die MPU zu umgehen, dann müssen Sie die Tilgungsfrist abwarten. Diese beträgt 10 Jahre und beginnt innerhalb bzw. spätestens nach fünf Jahren. Also dauert es längstens 15 Jahre ab dem Zeitpunkt des Führerscheinentzugs. Stellen Sie verfrüht einen Antrag auf Wiedererteilung bzw. sammeln Sie bis dahin neue Punkte, wird die Tilgungsfrist unterbrochen und beginnt von neuem zu laufen. Entsprechend sollten Sie den Zeitpunkt für den Antrag weise wählen.

      Zu bedenken ist aber auch, dass nach 15 Jahren durchaus eine erneute Prüfung von den Behörden angeordnet werden kann.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  5. Guten Tag ich hoffe Sie können mir weiterhelfen. Wie lasse ich meine Führerscheinakte bereinigen und nach welcher Zeit ist dies möglich und wie mache ich eine Akteneinsicht und worauf muss ich achten?

    Ich habe 8/2001 mit 1.12 mein Fs abgeben müssen und 12 Monate Fahrverbot.
    2002 antarg auf neuerteilung , Mpu Negativ antrag zurückgezogen und nicht abgegeben. 2003 wieder antrag und wieder negativ , wieder zurück gezogen , glaube leider hatte diesen dann aber abgegeben. Habe nun faer auszug , befinde mich in überliegefrist Tilgung war 9/2016. Kann ich nun Antrag stellen trotz überliegefrist oder nicht. Darf die darf die Zulassung das abgegebene Gutachten verwenden aus 2003 , hatte antrag ja zurückgezogen ? Müsste doch aus der Akte gelöscht werden oder nach 10 Jahren? Hoffe sie helfen mir .
    Gruß

    • Hallo Tony,

      bitte haben Sie Verständnis, dass wir nicht genau auf jeden Einzelfall eingehen können. Wie Sie bereits richtig erklärt haben, beträgt die Tilgungsfrist 10 Jahre. Fraglich ist allerdings, wann die Tilgungsfrist anfängt. Im Endeffekt sollten Sie daher 15 Jahre warten, um ganz sicher zu gehen. Danach sollte eine Wiedererteilung ohne MPU möglich sein. Nun hatten Sie 2003 einen Antrag gestellt, somit besteht ein Risiko, dass wenn Sie bereits dieses Jahr den neuen Antrag stellen, Sie dennoch zur MPU müssen, da die 15 Jahre erst 2018 abgelaufen wären. Akteneinsicht können Sie bei der zuständigen Führerscheinstelle beantragen.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

      • Vielen Dank . Worauf muss ich bei der Ansicht achten ? Und wenn ich jetzt schon anfrage , mpu verlangt wird , ich dann aber den Antrag wieder zurückziehe , fangen dann 15 jahre wieder neu an , ohne Mpu nachzukommen ?
        Mfg
        Tony

        • Hallo Tony,

          wir dürfen Ihnen leider keine individuelle Rechtsberatung geben. In Ihrem Fall wäre vermutlich ein Gang zum Anwalt hilfreich. Dieser kann Sie entsprechend zur weiteren Vorgehensweise beraten und ggf. auch die Akteneinsicht managen. Auf diese Weise bleibt das Risiko, einen Fehler zu machen, vergleichsweise gering.

          Die Redaktion von fahrverbot.com

  6. Hallo, ich hatte 2005 einen Verkehrsunfall unter Alkohol Einfluss 1,69 promille. Die sperren Betrug 9 Monate. Das Gerichtsurteil wurde Anfang 2006 gültig. Ab wann kann ich mit einer neuerteilung der fahrerlaubnis ohne mpu rechnen. Vielen Dank

    • Hallo Michael,
      in der Regel können deutsche Verkehrssünder nach 10 Jahren ihren Führerschein ohne MPU wiedererlangen. Die Tilgungsfrist ist jedoch an unterschiedliche Starttermine gebunden. Manche Autofahrer bekommen daher erst nach 15 Jahren ihren Führerschein zurück, ohne eine MPU absolviert zu haben. Informieren Sie sich deshalb bei der zuständigen Führerscheinbehörde.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  7. Hallo,also Zusammenfassend kann ich hier herauslesen,das es eigentlich zwei Probleme gibt.
    Das eine ist, ab wann die Tilgungsfrist beginnt. Also mit Entzug der Fahrerlaubnis oder Rechtskraft des Urteils.
    Zum anderen steht die Wiederspruchsfrist der Verkehrsbehörde von fünf Jahren an, wodurch sich die Tilgungsfrist auf 15 Jahre verlängert.
    Das heist, jeder müsste für sich klären,ab wann die Tilgungsfrist, durch das Urteil, beginnt und ob es eine Ein-bzw. Widerspruchsfrist seitens der Behörde gibt.
    Hier beginnt eigentlich das Problem,eine Akteneinsicht könnte hier abhilfe schaffen.
    Nun meine Fragen. Kann sich die Akteneinsicht negativ auf die Neuerteilung auswirken?
    Stehen eindeutige Aussagen zum Beginn bzw. Ende der Sperrfrist drin?
    Gibt es in der Akte Hinweise auf die erwähnte Einspruchsfrist der Behörde?

    • Hallo Bernd,

      eine Akteneinsicht wirkt sich nicht negativ auf zukünftige Entscheidungen aus. Die genauen Angaben zu Tilgungsfristen erhalten Sie ebenfalls, wenn Sie eine Punkteabfrage beim KBA durchführen.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  8. Hallo,
    Am 6.3.2011 Fahrerlaubnis entzogen durch Trunkenheit am Steuer mit 1, 37 . Am 9.03.2011 nochmal Fahren ohne Fahrerlaubnis :/ ( man war ich doof)
    Strafbefehl bekommen 1000 € Und Verwaltungsbehörden darf mir vor Ablauf eines Jahres keine Neuerteilung erteilen.
    Das is jetzt alles fast genau 6 Jahre her, nun war ich bei der Führerschein stelle und wollte einen Antrag stellen, der gute Herr hat die Akte angefordert und mir dann mündlich erklärt das ich durch die 2 Eintragungen eine MPU machen muss. Jetzt stell ich mir die frage, muss ich zur MPU wegen der Alkoholfahrt oder weil 2 Eintragung bestehen?
    Muss ich wirklich zur MPU?
    Liebe grüße
    Sonja

    • Hallo Sonja,

      ein Stück weit sind Anordnungen zur MPU Einzelfallentscheidungen der Behörde. In Ihrem Fall hat wahrscheinlich das Zusammenspiel zwischen Alkoholverstoß und Verkehrsstraftat zu der Entscheidung geführt.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  9. Hallo…Am 09.02.2003 Lappen weg Alkohol…Sperre Monate….Seitdem unauffällig gewesen …Vor 2jahren…nachts zu Fuss..Von Polizei kontrolliert..Mit 1joint..Und 0.9g speed erwischt…Meine Frage….Könnte ich schon den Lappen wiederbeantragen…Oder is der Zwischenfall mit der Kontrolle relevant..bzw…Hat alles kaputt gemacht

    • Hallo Victor,

      in der Tat könnte aufgrund der Kontrolle vor zwei Jahren einen MPU als Voraussetzung zur Wiedererlangung Ihres Führerscheins gelten.

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  10. hallo habe bin 2008 verurteilt worden wegen fahren ohne und noch zwei andere Sachen habe 6 Monate Freiheitsstrafe bekommen habe noch nie einen Führerschein gehabt und nu möchte ich nur einen trecker schein machen und soll zur mpu lebe zur zeit vom amt weil ohne Führerschein bekommt man ja keine arbeit muss ich zur mpu nix mit Drogen oder alk

    • Hallo Markus,

      Ihrer Schilderung nach erhalten Sie den Führerschein nur, wenn Sie die MPU absolvieren. Diese wird nicht nur in Fällen von Alkohol- und Drogenmissbrauch angeordnet.

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  11. Hallo von mein Mann ist die Sperrfrist von 15 jahre rum. Er soll von der Führerscheinbehörde den Führerschein neu machen soll. Können sie uns mal aufklären. Gruß Will

    • Hallo Mandy,

      in der Tat kann die Führerscheinstelle verlangen, dass Sie den Führerschein neu machen, wenn Sie Ihn vor mehr als zwei Jahren verloren haben.

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  12. Hallo, meine Frage bezieht sich auf den Zeitraum von bestandener mpu und wiedererteilung. Konkret, mpu bestanden, wie lang ist der zeitliche Abstand im etwa bis ich wieder regulär hinter das Steuer darf. Mfg und vielen dank.

    • Hallo Sascha,
      wann Sie wieder fahren dürfen ist abhängig von der angeordneten Sperrfrist und den sonstigen Auflagen. Wenden Sie sich für genauere Informationen an die zuständige Führerscheinbehörde.

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  13. Hallo. Habe den Führerschein knapp 9 Monate entzogen bekommen wegen 1,52 Blutalkohol. Wegen nicht blinkens wurde ich angehalten. Keine Vorstrafen Punkte oder sonstiges. Keine Mpu und Keine weiteren Auflagen. Dann kam vom Landratsamt der Brief wie ich wann antrag auf wiedererteilung stellen kann. Für b nur sehtest und für ce, hatte vorher den 3er, ärztliches gutachten und augenärztliches gutachten. Also zum betriebsmediziner. Der hat aber im blut auch cdt, welcher zu hoch war, gemessen. Darauf hin hab ich mir nur sehtest bestätigen lassen. Hab jetzt nur den b. Kann aber laut zulassung nach beantragen. Aber warum nahm er Blut und den cdt wert. Das wurde nicht zur auflage gemacht, stand auch in keinem brief. Er meint das wär normal für den CE. Aber den b hab ich ja bekommen.
    Ist das so korrekt?

    • Hallo Jörg,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung anbieten. Ein Anwalt kann Ihren spezifischen Fall genau einschätzen und Sie zu den weiteren Schritten beraten.

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  14. Hallo ich habe vor 40 Jahren meinen Führerschein Klasse 4 wegen Alkoholfahrt für 12 Monate abgeben müssen. Habe aber seid 21 Jahren klasse 3 ohne punkte.Kann ich die alte klasse wieder erlangen?

    • Hallo Thomas,

      dies ist nicht möglich. Möchten Sie die aktuellen Entsprechungen der alten Klasse wieder erhalten, müssen Sie die entsprechenden Prüfungen absolvieren.

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  15. Hallo….Hy…. Guten Tag,
    an erster stelle noch nen schönen 1 Mai!!!

    Um ehrlich zusein weis ich nicht genau wann mir mein FÜHRERSCHEIN ABGENOMMEN wurde!!! >jedenfalls war es wegen Fahren unter Einfluss von Btm d.h. ich sage einfach mal 0,34 prozent Thetrahydrocanna….blablabla ich sage einfach ma es war 2002. Wurde danach mehrmals als Fusgänger mit Amphitamin etc angehalten!!!!! Nun meine Frage wie gehe ich vor wenn d.h. wann ich mein Führerschein ohne weitere Probleme sprich Mpu beantragen kann ohne meine Frist zu Verlängern!!??

    • Hallo,

      Drogenverstöße sind nach 10 Jahren getilgt. Das bedeutet, dass Sie 10 Jahre nach dem letzten Verstoß einen entsprechenden Antrag stellen können. Wurde Ihnen bereits eine MPU auferlegt, wird der entsprechende Eintrag erst nach 15 Jahren gelöscht. In beiden Fällen müssen Sie damit rechnen, erneute praktische und/oder theoretische Prüfung absolvieren zu müssen.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  16. Guten Tag,
    wie verhält es sich mit der Frist für einen Antrag auf Wiedererteilung, wenn die Fahrerlaubnis CE wegen gesundheitlicher Probleme entzogen bzw. nach ärztlichem Gutachten darauf verzichtet wurde? D.h. es gibt kein Vergehen, keine Strafe o.ä. Kann die Genesung Anlass zum Antrag auf Wiedererteilung sein und wie geht man da vor?
    Danke
    SUSE

    • Hallo Susanne,

      in der Tat kann ein ärztliches Gutachten, welches die Genesung bezeugt, eine Wiedererteilung begründen. Je nachdem, wie lange Betroffene keine Fahrerlaubnis besaßen, fallen erneute Prüfungen an.

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  17. Hallo habe 2005 meinen Führerschein abgeben müssen weil ich bei einer Zeugenaussage angegeben habe einmal Kokain konsumiert zu haben ich wurde nicht verurteilt und habe auch keine Aufflagen bekommen wollte nun einen Wiedererteilungsantrag stellen kann es da grössere Auflagen geben danke im voraus für eine Antwort

    • Hallo Andreas,

      Sie müssen damit rechnen, erneute Theorie- und Praxisprüfungen absolvieren zu müssen, das Sie mehr als zwei Jahre lang keine Fahrerlaubnis besaßen.

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  18. Hallo
    Mir wurde mein Führerschein 2008 für ein halbes Jahr wegen Fahrerflucht (Spiegel abgefahren) eingezogen. Ich hatte den B CE…konnte bei der Beantragung aber nicht die Unterlagen für den CE Schein vorlegen, mir wurde dann der B mit Anhänger gelassen! Kann ich jetzt noch meinen CE vorlegen und beantragen?

    • Hallo Frank T.,
      in der Regel besteht beim Führerschein Bestandsschutz. Wenden Sie sich daher an die zuständige Führerscheinstelle.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  19. Hallo, führt auch eine bloße Akteneinsicht zur Verlängerung der Sperrfrist oder verlängert sie sich erst nach Antragstellung ?

    • Hallo Anja,
      in der Regel sollte eine Akteneinsicht nicht dazu führe, dass sich die Sperrfrist verlängert. Erfragen Sie die Details ggf. bei der zuständigen Behörde.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  20. in meinem faer auszug steht einzig noch der verzicht auf die fahrerlaubnis, dies ist der einzige eintrag. es ist auch nicht mehr ersichtlich welches vergehen dem verzicht zugrunde liegt. könnte die behörde trotzdem eine mpu verlangen wenn ich die wiedererteilung beantrage??

    • Hallo Martin,

      auch, wenn die Umstände Ihres Verzichts nicht mehr notiert sind, können die Behörden verlangen, dass Sie Ihre Fahreignung unter Beweis stellen.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  21. Hallo Freunde. Und zwar hab ich mein Führerschein 2008 abgeben müssen wegen Drogen,das schlimme war noch in der Probezeit. War jetzt vor einer Woche bei der F. Behörde. Die nette Dame hat mir mitgeteilt das es gut aussehen würde da es schon so lange zurück liegt soll ich ein neu Antrag stellen. Meine Frage, will die mich verarschen? Oder soll ich es wirklich versuchen warum sollte sie nur sonst sagen versuchen sie es zu mit könnte ich den Antrag zurück ziehen. Könnt ihr mir weiter helfen……lg

    • Hallo Ali,

      grundsätzlich können Sie einen neuen Führerschein beantragen, sobald die Sperrfrist abgelaufen ist – wovon in Ihrem Fall auszugehen ist. Dennoch ist es in der Tat möglich, dass Ihnen eine MPU auferlegt wird. Bestehen Sie diese, erhalten Sie eine neue Fahrerlaubnis.

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  22. Hallo Fahrverbot-Team,
    im Mai 2007 wurde meine Fahrerlaubnis der alten Klasse 3 für 8 Monate eingezogen. Nach Neubeantragung wurde mir die Fahrerlaubnis im Februar 2008 wieder erteilt. Allerdings habe ich das damals nur für die Klasse B + BE gemacht. Nach alter Klasse 3 hätte ich aber auch die Berechtigung Fahrzeuge der Klasse C1E ? zu führen. Gibt es JETZT NOCH die Möglichkeit dies rein formell, ohne Fahrschule einzutragen? MfG, Marc B.

    • Hallo Marc,

      erkundigen Sie sich diesbezüglich bei der zuständigen Führerscheinstelle.

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  23. hallo liebes team hoffe ihr könnt mir etwas weiter helfen habe 1999 auto und motorrad gemacht 2006 wurde er mir abgenommen wegen zu vielen punkten hätte ein aufbau semniar machen müssen habe den brief aber nie bekommen weil ich umgezogen bin und die denn brief an der alten adr geschickt hatten …besteht die möglichkeit denn führerschein bei neuerteilung ohne prüfungen zu bekommen ? nach 10 jahren 2 frage wenn ich antatt der klasse b nur die klasse Am möchte wäre sie prüfungsfrei ? fahre seit 2007 mit der mofa habe auch eine sperrate prüfbescheinigung ……

    • Hallo,

      leider ist es in Ihrem Fall nicht möglich, Ihre Führerschein ohne Prüfungen zurück zu erhalten – auch nicht den AM-Schein.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

  24. Hallo,
    mir wurde 2008 der Führerschein aufgrund Alkoholfahrt entzogen. Hab ihn im April diesen Jahres neu beantragt (Klasse B und BE) wie vorher vorhanden.
    MPU wurde auferlegt.
    Am 08.06.17 habe ich die MPU absolviert und ohne Auflagen bestanden, gemäß mündlicher Zusage von Arzt und Psychologen – auf das Schriftstück warte ich noch, soll innerhalb von 14Tagen zugestellt werden.
    Wie geht es jetzt weiter? Bekomme ich den Führerschein nun so zurück, oder was kann noch auf mich zukommen?

    • Hallo Olli,

      reichen Sie die Unterlagen zur bestandenen MPU ein, sollten Sie Ihren Führerschein problemlos zurückbekommen.

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  25. Hallo,

    ich habe 1994 meinen Führerschein wegen Alkohol abgeben müssen…
    Kann ich nach 23 Jahre meinen Führerschein einfach so wieder Bekommen???

    • Hallo Henning,

      das ist ohne weiteres nicht möglich. Sie müssen zunächst einen Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen. Bevor Sie Ihren Führerschein zurückbekommen sind jedoch eine theoretische und eine praktische Prüfung notwendig.

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  26. Hi, ich habe unter Alkoholeinfluss (2,7 laut Alkoholtester) einen vor mir parkenden gerammt, wobei die Polizei mich im Anschluss in Gewahrsam nahm.
    Ich befinde mich in der Probezeit und habe bereits auch an einem Aufbauseminar teilgenommen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit.
    Ich habe gelesen das das Gericht in gewissen Fällen die Sperre verkürzen kann und auch nur bestimmte Klassen sperren kann so das ich z.B zur Arbeit und zurück komme (mit nem Roller o.Ä.)
    Mir wurde auch Blut abgenommen jedoch kenne ich die Werte noch nicht .
    Bin mir lediglich über die Schritte nicht bewusst die ich gehen muss.

    LG

  27. Hallo, mir wurde mein Führerschein und Fahrerlaubnis nach einem Unfall unter alkoholeinfluss entzogen. Natürlich der Beamte hat mir den Führerschein noch am Unfallort entnommen. Habe 6 Monate Fahrverbot bekommen. Soweit alles ok nur mir wurden die 6 Monate von den Verhandlung angerechnet und der Vorfall ist 3 monate älter. Ist das so richtig?

  28. Hallo,
    -Führerscheinprüfung am 09.03.1978 bestanden.
    -1979 Entzug der Fahrerlaubnis (mit Sperre bis 28.02.1980).
    -Neuausstellung des Führerscheines am 24.04.1980 (zwar rechtzeitig Ende Januar beantragt, jedoch hat das soooooo lange gedauert).
    -nun zum Datum 01.04.1980.
    Ich möchte mir einen 125-er Roller zulegen. Darf ich den fahren? Wenn nein, kann ich doch nichts dafür, dass die Führerscheinstelle so lange braucht!?
    Wie ist hier die genaue Rechts-Sprechung?
    Kann die Führerscheinstelle das Datum irgendwie aus Kulanzgründen nach hinten (März 1980) schieben?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Gruß Hermann

    • Hallo Hermann,

      Ihrer Schilderung nach können Sie keine 125er Maschine fahren, da Sie Ihre Fahrerlaubnis nach dem Stichtag erhalten haben. Eine Umschreibung aus Kulanz seitens der Führerscheinstelle ist nicht wahrscheinlich.

      Die Redaktion von fahrverbot.com

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